Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

2019 sogar elfmal Spitzenklasse

Nr. 01 | 02.01.2020 | von Koh

Im Jahr 2019 haben es elf Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum bis ganz an die Spitze geschafft: Sie zählen zum führenden einen Prozent der weltweit meistzitierten Forscher ihrer jeweiligen Fachgebiete. Wissenschaftler, deren Arbeiten besonders häufig von Fachkollegen zitiert werden, gelten als überdurchschnittlich anerkannt und einflussreich in ihrem Gebiet. Daher ist die Zitierungshäufigkeit ein verbreiteter Messwert, um die Leistungsfähigkeit einzelner Forscher einzuordnen.

© DKFZ

Wie häufig Fachkollegen einen wissenschaftlichen Aufsatz in ihren eigenen Publikationen zitieren, ist ein wichtiger Messwert, um die Bedeutung von Forschungsarbeiten einschätzen zu können. Die „Web of Science Group“ des US-amerikanischen Unternehmens Clarivate Analytics veröffentlicht daher seit 2014 jährlich eine Liste der weltweit meistzitierten Wissenschaftler in 21 verschiedenen Fachgebieten, die alle Naturwissenschaften, Medizin sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften umfassen.

Weltweit 6216 Forscher zählten 2019 zum führenden einen Prozent der meistzitierten Fachleute ihres jeweiligen Gebiets. Unter den 347 Platzierten aus deutschen Institutionen sind in der Auswertung für 2019 elf Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) vertreten, damit wurde das Vorjahresergebnis (9 Platzierte) noch weiter verbessert.

„Wir sind stolz, dass es auch in der aktuellen Auswertung wieder so viele Kollegen aus dem DKFZ bis ganz an die Spitze geschafft haben. Sie haben großartige wissenschaftliche Leistungen erbracht – und darüber hinaus haben ihre Forschungsergebnisse das Potenzial, die Gesundheit vieler Menschen zu verbessern“, sagt Michael Baumann, der Vorstandsvorsitzende des DKFZ.

Die Top-Platzierten 2019 sind:

  • Ralf Bartenschlager, (DKFZ und Universitätsklinikum Heidelberg) hat mit seinen bahnbrechenden Forschungsergebnissen zum Hepatitis C Virus (Kat. Mikrobiologie) den Weg geebnet, um wirksame Medikamente gegen den gefährlichen Erreger zu entwickeln.
  • Der Epidemiologe Hermann Brenner (DKFZ und NCT Heidelberg) gilt der als führender Experte für die Bewertung von Krebspräventionsmaßnahmen (Kat. Klinische Medizin)

  • Andreas von Deimling (DKFZ und Universitätsklinikum Heidelberg) ist international bekannt für die Entwicklung diagnostischer Antikörper, mit denen sich krebsspezifische Mutationen nachweisen lassen und die weltweit zur besseren Beurteilung von Hirntumoren eingesetzt werden. (Kat. Neurowissenschaften)

  • Der Biochemiker Tobias Dick erforscht reaktive Sauerstoffverbindungen, die meist nur als schädliche Nebenprodukte des Zellstoffwechsels angesehen werden, tatsächlich aber eine wichtige regulatorische Rolle als Botenstoffe in gesunden Zellen spielen (Kat. Cross Fields).

  • Mathias Heikenwälder erforscht, wie chronische Entzündungen Krebs entstehen lassen können. Er publiziert seine Ergebnisse in Zeitschriften verschiedener Fachgebiete (Kat. Cross Fields).

  • David Jones, Andrey Korshunov und Stefan Pfister erzielten ihre Platzierung mit fachübergreifender Forschung (Kat. Cross Fields): Die Wissenschaftler, die auch am Hopp-Kindertumorzentrum „KiTZ“ arbeiten, zählen zu den weltweit renommiertesten Experten für die Molekulargenetik kindlicher Hirntumoren. Damit haben sie auch erheblichen Einfluss auf die medizinische Versorgung der kleinen Patienten und veröffentlichen daher auch in Fachzeitschriften für Klinische Medizin.

  • Der Neurologe Michael Platten, DKFZ und Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, entwickelt Immuntherapien gegen Hirntumoren und erforscht, welche Rolle der Stoffwechsel der Aminosäure Tryptophan bei Krebserkrankungen spielt (Kat. Cross Fields).

  • Der Stammzellexperte Andreas Trumpp, DKFZ und HI-STEM, erforscht, wie genetische Veränderungen in den Stammzellen schrittweise zu Krebs-Stammzellen führen, die die Tumorentstehung und die Metastasierung vorantreiben. Trumpps Labor entwickelt innovative Strategien, mit denen Krebs-Stammzellen entdeckt und gezielt bekämpft werden können (Kat. Cross Fields).

  • Der Neurologe Wolfgang Wick, DKFZ und Universitätsklinikum Heidelberg, gehört zu den nur knapp fünf Prozent der Platzierten, die sogar in gleich zwei verschiedenen Fachgebieten die Spitzengruppe erreichen (Neurowissenschaften und Klinische Medizin).


Für die aktuelle Liste berücksichtigte Clarivate Analytics die Autoren aller wissenschaftlichen Publikationen, die zwischen 2008 und 2018 erschienen sind, und die Ende 2018 zu dem einen Prozent der meistzitierten Fachaufsätze zählten („highly cited papers“).

Je nach Größe des Fachgebiets erfordert es eine unterschiedliche Anzahl an Zitierungen, um zum obersten Prozent zu zählen. Mit großem Abstand kommen die meisten der „meistzitierten Forscher“ aus US-amerikanischen Institutionen (2737), gefolgt von China (636), Großbritannien (516) und Deutschland (327).

Zuletzt geändert am 07.01.2020

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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