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DKFZ trauert um John Mendelsohn

Nr. 02c | 10.01.2019 | von Koh

Am 7. Januar 2019 ist der amerikanische Krebsforscher Prof. Dr. John Mendelsohn im Alter von 82 Jahren seiner Krebserkrankung erlegen.

John Mendelsohn
© de Andres/DKFZ

Mendelsohn war von 1996 bis 2011 Präsident des MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas. Während seiner Amtszeit unterzeichneten das Deutsche Krebsforschungszentrum und das MD Anderson Cancer Center ein Sister Institution Agreement. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden zahlreiche gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg gebracht.

Von 2004 bis zum vergangenen Jahr beriet Mendelsohn als Vorsitzender des Scientific Advisory Boards das NCT Heidelberg in allen Forschungsfragen.

John Mendelsohn war Pionier bei der Erforschung der Rolle von Wachstumsfaktoren bei Krebs. Seine Ergebnisse führten zur Entwicklung eines der ersten zielgerichteten Medikamente gegen Krebs.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum trauert um einen langjährigen Weggefährten und herausragenden Wissenschaftler.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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