Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Informationen zu Krebs: Klasse statt Masse

Nr. 18 | 30.03.2017 | von jg/Koh

Im Internet erzielt eine Suchanfrage wie etwa „Therapie bei Darmkrebs" mehrere hunderttausend Treffer, zusätzlich gibt es Broschüren, Flyer und Medienbeiträge. In diesem Informationsdschungel den Überblick zu behalten, fällt nicht leicht. Beim kürzlich zu Ende gegangenen Jahreskongress für Evidenzbasierte Medizin in Hamburg beklagten Experten, dass trotz erheblicher Verbesserungen qualitätsgesicherte Informationen noch zu wenig verbreitet sind. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums liefert seit über 30 Jahren evidenzbasierte und verständliche Gesundheitsinformationen und bietet allen Ratsuchenden Orientierung rund um das Thema Krebs.

Der Krebsinformationsdienst arbeitet evidenzbasiert und garantiert damit wissenschaftlich fundierte Informationen.
© DKFZ/Tobias Schwerdt

Der KID ist Mitglied im Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V. Ziel des Netzwerks ist es, Konzepte und Methoden der evidenzbasierten Medizin in Praxis, Lehre und Forschung zu verbreiten und weiter zu entwickeln. Im Rahmen des diesjährigen Jahreskongresses Mitte März in Hamburg waren sich die Experten einig: Die Relevanz hochwertiger evidenzbasierter Informationen für die gemeinsame Entscheidungsfindung von Patienten im Dialog mit ihren Ärzten ist noch nicht überall angekommen. Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, sagt dazu: „Informationen von zweifelhafter Qualität, Angebote, die einen kommerziellen Hintergrund haben, und Empfehlungen, die für Krebspatienten geradezu riskant sein können – auch das gehört leider noch zur Realität."

Ein absolutes Muss: Gesicherter Wirknachweis
Evidenzbasiert ist ein neues Behandlungsverfahren, wenn klinische Studien einen wissenschaftlichen Nachweis für seine Wirksamkeit und Sicherheit erbracht haben. Erst dann kommt es bei Patientinnen und Patienten routinemäßig zum Einsatz. „Als der Ansprechpartner in Deutschland für alle Fragen rund um das Thema Krebs arbeiten wir nur mit evidenzbasierten wissenschaftlichen Quellen und bereiten diese für Patienten und Angehörige auf. Damit garantieren wir qualitativ hochwertige Informationen, die fachlich fundiert und trotzdem gut verständlich sind", erläutert Weg-Remers. Dieses Angebot wird von immer mehr Menschen genutzt: So haben die Ärzte und Ärztinnen des Krebsinformationsdienstes im vergangenen Jahr 35.000 Anfragen individuell beantwortet.

Der Krebsinformationsdienst als Lotse
Viele Krebspatienten fühlen sich angesichts der komplexen Strukturen im Gesundheitswesen überfordert: Wie finde ich einen guten Arzt? Wer hilft mir bei der Krankheitsbewältigung? Gibt es für meine Tumorerkrankung eine Selbsthilfegruppe in der Nähe? Der Krebsinformationsdienst navigiert Ratsuchende kompetent durch dieses oft unübersichtliche Fahrwasser – unabhängig, neutral und kostenlos. „Unsere Aufgabe ist es, Patientinnen und Patienten bei ihrem schwierigen Weg durch die Erkrankung zu begleiten", ist Weg-Remers überzeugt. Dazu gehört neben der individuellen Information auch die Weitergabe von hilfreichen Adressen und Links, vorausgesetzt, sie bestehen die vorherige Prüfung auf Seriosität und Qualität.

Fragen zu Krebs? Wir sind für Sie da.
0800 - 420 30 40 täglich von 8:00 - 20:00 Uhr
krebsinformationsdienst@dkfz.de
www.krebsinformationsdienst.de

Ein Bild zur Pressemitteilung steht zum Download zur Verfügung unter:
http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2017/bilder/KID_Image.jpg

BU: Der Krebsinformationsdienst arbeitet evidenzbasiert und garantiert damit wissenschaftlich fundierte Informationen

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Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nur nach vorheriger Rücksprache mit der DKFZ-Pressestelle (Tel. 06221 42 2854, E-Mail: presse@dkfz.de) gestattet. Eine Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist untersagt.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortet alle Fragen rund um das Thema Krebs – am Telefon (0800-420 30 40), per E-Mail (krebsinformationsdienst.de) sowie in persönlichen Sprechstunden in Heidelberg und Dresden. Das geschulte Ärzteteam geht mit fundierten fachlichen Informationen auf individuelle Fragen ein. Die Internetseite www.krebsinformationsdienst.de liefert aktuelles Wissen, nützliche Tipps und Adressen. Mit eigener Telefonnummer (0800-430 40 50) und E-Mail-Adresse (kid.med@dkfz.de) ist der KID auch Anlaufstelle für medizinische Fachkreise. Der Krebsinformationsdienst ist ein kostenfreies Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums. Er kann daher unabhängig informieren, frei von Interessenkonflikten und ohne Werbung.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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