Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

30 Jahre Krebsinformationsdienst: Wichtiger als je zuvor!

Nr. 47 | 21.11.2016 | von ah

Jedes Jahr erkranken mehr Menschen an Krebs, 2015 waren es rund 490.000 neu Betroffene allein in Deutschland. So ist es nicht überraschend, dass auch der Bedarf nach zuverlässiger Information kontinuierlich steigt: Der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortete im vergangenen Jahr rund 34.000 individuelle Anfragen aus ganz Deutschland – so viele wie nie zuvor! Jeden Monat informierten sich außerdem zwischen 450.000 und 635.000 Nutzerinnen und Nutzer auf den Internetseiten www.krebsinformationsdienst.de. Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und psychosoziale Berater nutzen und schätzen den Fachkreise-Service krebsinformationsdienst.med seit dem Jahr 2014.

Was Patienten fragen: Brustkrebs- und Prostatakrebs weit vorne.
© dkfz.de

Was Patienten fragen
Dabei haben sich die Fragen seit 1986 kaum verändert: Die meisten Betroffenen und Angehörigen fragen nach aktuellen Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs und suchen nach konkreten Therapie- und Unterstützungsangeboten. Vor allem die häufigsten Krebsarten stehen im Fokus: Bei Frauen Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs. Auch wie der Alltag mit Krebs oder der Umgang mit Nebenwirkungen gelingen kann, oder wie sicher und wirksam alternative Methoden sind, fragen Betroffene am Hörer oder per E-Mail. Knapp 70 Ärzte und Ärztinnen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten beim KID. Um sicherzustellen, dass alle Anfragen evidenzbasiert beantwortet werden, recherchieren, bewerten und dokumentieren KID-Mitarbeiter die aktuellen medizinischen Standards und die neuesten wissenschaftlichen Daten. Über 30 Jahre hat der KID damit eine einmalige Wissensdatenbank aufgebaut. Sie ist der Garant für verlässliche Auskünfte nach dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse.

Deutschlandweit bekannt
Zunächst vor allem im Westen und Süden Deutschlands bekannt, nutzen den Krebsinformationsdienst zunehmend Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet. Dazu trägt auch die Zweigstelle des Krebsinformationsdienstes bei, die seit 2010 am UniversitätsKrebsCentrum in Dresden angesiedelt ist. „Im Norden und Osten Deutschlands haben wir unser Angebot im Jahr 2015 außerdem erfolgreich durch gezielte Außenwerbung bekannt gemacht", erläutert Dr. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes. „Es ist uns wichtig, dass alle Ratsuchenden wissen, an wen sie sich jederzeit wenden können, um unabhängige und verlässliche Informationen zu erhalten."

Der KID im Internet
Noch vor 30 Jahren ein reiner Telefondienst, sind heute die Internetseiten fester und stark genutzter Bestandteil des KID-Angebots. Damit bedient der KID das aktuelle Bedürfnis, sich gerade bei Gesundheitsthemen zunächst im Internet zu informieren – und das auf konstant hohem Niveau. Auch die Nutzerzahlen der Internetseite www.krebsinformationsdienst.de steigen seit Jahren kontinuierlich an. Hier informieren sich die Ratsuchenden vor allem zu den Risiken und der Vorbeugung von Krebs, aber auch über das alltägliche Leben mit einer Erkrankung.

15 Jahre E-Mail-Service
Nachdem immer mehr schriftliche Anfragen den KID erreichten, richtete der Krebsinformationsdienst 2001 den E-Mail-Service ein – anfänglich mit nur zwei Ärztinnen. Seitdem hat das inzwischen neunköpfige E-Mail-Team rund 70.000 Anfragen beantwortet. Ratsuchende erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine ausführliche und individuell erstellte schriftliche Antwort. Patientinnen und Patienten wie auch ihre Angehörigen schätzen den Service vor allem, um sich auf ein Arztgespräch vorzubereiten oder über eine Therapie zu entscheiden. Auch Fachkreise nutzen bevorzugt diesen Informationskanal, den sie rund um die Uhr erreichen können.

Speziell für Fachkreise
Eingerichtet im Jahr 2014 hat sich inzwischen auch der Fachkreise-Service krebsinformationsdienst.med bewährt: Ärzte, Pflegefachkräfte, Psychotherapeuten und psychosoziale Berater nutzten die spezielle Servicenummer 0800 – 430 40 50 oder die E-Mail-Adresse kid.med@dkfz.de rund 1.800 Mal im Jahr 2015. „Häufig fragen die Ärzte nach zusätzlichen Unterstützungsangeboten für ihre onkologischen Patienten, um diese besser versorgen zu können", so Dr. Weg-Remers. „Auch in diesem Bereich sind wir eine echte Hilfe, so jedenfalls die einhellige Rückmeldung der Nutzer des Fachkreise-Service."

Der aktuelle Jahresbericht des Krebsinformationsdienstes kann online abgerufen werden unter
https://www.krebsinformationsdienst.de/info/jahresbericht-krebsinformationsdienst-2015.pdf

Fragen zu Krebs? Wir sind für Sie da.
Für Patienten, Angehörige und Ratsuchende
Telefon: 0800 – 420 30 40, täglich von 8 bis 20 Uhr
E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de
Internet: www.krebsinformationsdienst.de

Bildmaterial
Ein Bild zur Pressemitteilung steht zum Download zur Verfügung unter:
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2016/bilder/KID-kreisdiagramm-bgkeyvisual.jpg

BU: Was Patienten fragen: Brustkrebs- und Prostatakrebs weit vorne.
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Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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