Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Eckart von Hirschhausen zu Besuch beim Krebsinformationsdienst

Nr. 50c | 05.11.2015

Der durch seine humoristischen Bücher und Shows bekannte Arzt Eckart von Hirschhausen kam am 3. November ins Deutsche Krebsforschungszentrum - jedoch nicht für einen Kabarettauftritt. Er wollte mit den Mitarbeitern des Krebsinformationsdienstes über ihre Arbeit sprechen. Denn das verständliche Erklären und Vermitteln medizinischer Zusammenhänge liegt beiden am Herzen.

(von links) Susanne Weg-Remers, Brigitte Schwikowski-Kukla und Eckart von Hirschhausen
© dkfz.de

Eckart von Hirschhausen wollte vor allem wissen: Wie und wo können sich Krebspatienten und ihre Angehörigen informieren? Wie lassen sie sich am besten erreichen? Welche Erfahrungen hat der Krebsinformationsdienst gemacht? Schnell wurde klar, Hirschhausen will sich für Patienten und ihre Angehörigen einsetzen, möchte sie informieren und stärken. Seine Vermutung: In Deutschland würden Ärzte ihre Patienten immer noch viel zu oft vor der Diagnose Krebs schützen wollen. Dabei ginge es Patienten und letztlich auch ihren Ärzten deutlich besser, wenn Sorgen und Ängste offen angesprochen würden, meinte Hirschhausen.

Den Krebsinformationsdienst sieht er in einer wichtigen Position, um etwaige Informationslücken zu füllen, die im Arzt-Patienten-Kontakt offen bleiben. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes, erläuterte: In vielen Telefonaten und E-Mails geht es beim Krebsinformationsdienst genau darum, wie sich ein Patient gut auf das Gespräch mit den Ärzten vorbereiten kann. Den direkten Kontakt mit den Ärzten kann der Krebsinformationsdienst nicht ersetzen. Betroffene und Angehörige wollen aber tatsächlich nicht nur Faktenwissen. Sie fragen auch, wo sie gute Ansprechpartner finden können, und sie erhalten vom Krebsinformationsdienst Hinweise auf Anlaufstellen, an die sie bisher vielleicht nicht gedacht haben.

Einen Eindruck von den Möglichkeiten verschaffte sich Hirschhausen bei seinem Besuch gleich selbst. Er rief die Servicenummer 0800 - 420 30 40 des Krebsinformationsdienstes von seinem Handy aus an, um anschließend der Mitarbeiterin des Telefondienstes beim Beantworten seiner Fragen über die Schulter zu schauen. Dabei zeigte er sich beeindruckt, wie schnell sie die richtigen Informationen aus der Datenbank abrufen konnte und seine Fragen zu Ernährung und komplementärer Medizin bei Krebs zügig beantwortete.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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