Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Wissenschaft sticht in See

Nr. 33c | 16.07.2015 | von Koh

Beim 65. Nobelpreisträger-Treffen hatten DKFZ-Forscher während einer Schifffahrt von Lindau auf die Insel Mainau die Gelegenheit, ihr Projekt prominent zu präsentieren: Mit an Bord war – neben 40 Nobelpreisträgern – Baden-Württembergs Forschungsministerin Theresia Bauer.

Dr. Ute Mons und Dr. Ben Schöttker im Gespräch mit Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
© Staatsministerium Baden-Württemberg

40 Nobelpreisträger und rund 600 besonders qualifizierte und ausgewählte Nachwuchswissenschaftler aus fast 80 Ländern kamen dieses Jahr zum Nobelpreisträger-Treffen in Lindau. Die Abschlussveranstaltung der Tagung findet traditionell auf der Insel Mainau statt. Dorthin geht es von Lindau aus per Dampfer, den das Staatsministerium Baden Württemberg chartert.

Etwa 20 Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg waren eingeladen, während der mehrstündigen Überfahrt ihre Forschungsprojekte zu präsentieren. Vom DKFZ waren Dr. Ben Schöttker und Dr. Ute Mons aus der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung dabei. Ihr Projekt, die ESTHER-Studie, passte perfekt zum Motto der an Bord vorgestellten Projekte: „Gesundes Altern“. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, nutzte die Gelegenheit zu einem Informationsgespräch mit den beiden DKFZ-Forschern.

ESTHER ist eine epidemiologische Kohortenstudie, die das Deutsche Krebsforschungszentrum im Saarland durchführt. Landesweit nehmen etwa 10.000 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 50 und 75 Jahren an der Studie teil. Die DKFZ-Epidemiologen nehmen in regelmäßigen Abständen Kontakt zu den Studienteilnehmern auf und befragen sie nach ihrem Gesundheitszustand. Inzwischen läuft die Nachbeobachtung seit 14 Jahren. Das Ziel ist es, chronischen Alterskrankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen, in Zukunft besser vorbeugen zu können und früher Anzeichen für diese Leiden festzustellen. 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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