Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Familienfreundlicher Arbeitgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum erneut ausgezeichnet

Nr. 27 | 29.06.2015 | von nis

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) wurde zum vierten Mal mit dem Zertifikat "audit berufundfamilie" ausgezeichnet. Die von der Hertie-Stiftung gegründete gemeinnützige GmbH berufundfamilie vergibt das Zertifikat an Arbeitgeber, die nachhaltig eine besonders familienfreundliche Personalpolitik verfolgen. Die Urkunde überreichen Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Dr. Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, und Stefan Becker, Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, am 29. Juni 2015 in Berlin.

© berufundfamilie

„Familie und berufliche Entwicklung erfolgreich unter einen Hut zu bringen, ist für Viele ein Kraftakt. Dabei wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen unterstützen", erklärt der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, Professor Otmar D. Wiestler. „Deshalb ist es uns als Arbeitgeber seit vielen Jahren ein Anliegen, familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Bereits 2005 erwarb das DKFZ das Grundzertifikat „berufundfamilie“, 2009 und 2012 durchlief es erfolgreiche Re-Auditierungen. Nun gehe es vor allem darum, das bereits erreichte hohe Niveau zu sichern, betont Wiestler: „Das Zertifikat belegt, dass wir in den vergangenen drei Jahren wieder ein gutes Stück vorangekommen sind. Das spornt uns gleichzeitig an, diesen Weg weiter auszubauen.“

Das Auditverfahren "berufundfamilie" ist nachhaltig angelegt. Alle drei Jahre wird dabei der Status quo erfasst und die Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie systematisch weiter entwickelt. Verbindliche Zielvereinbarungen und kontinuierliche Prozesse helfen, sie umzusetzen und das Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur noch besser zu verankern.

„Dank eines Katalogs von Fördermaßnahmen, wie Mentoring-Programme und spezielle Weiterbildungsangebote, konnten wir den Frauenanteil in Führungspositionen in den vergangenen drei Jahren deutlich erhöhen“, berichtet die Gleichstellungsbeauftragte des Deutschen Krebsforschungszentrums, Dr. Karin Greulich-Bode. Auch weitere Maßnahmen tragen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei: Ein international ausgerichteter Career Service unterstützt in unterschiedlichen Lebens- und Karrierephasen. Eine Pflegelotsin steht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Angehörigen zur Seite und berät individuell. „Wir werben auch weiterhin konsequent für mehr Familienbewusstsein“, versichert Greulich-Bode. „Zudem werden wir uns verstärkt dem Thema ‚Diversity‘ widmen. Wir wollen der sozialen Vielfalt in unserem Zentrum noch besser gerecht werden und das darin liegende Potenzial nutzen.“

Bislang hat berufundfamilie in Deutschland insgesamt 1.001 Arbeitgeber zertifiziert, darunter 518 Unternehmen, 363 Institutionen und 120 Hochschulen. Sie gelten als Vorreiter einer familienbewussten Personalpolitik, denn sie bieten im Vergleich zum Bundesdurchschnitt der Arbeitgeber ein deutlich besseres familienbewusstes Angebot. Das unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers stehende Audit, ist ein strategisches Managementinstrument, das Arbeitgeber darin unterstützt, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige, wirtschaftlich attraktive Balance zu bringen. 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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