Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsch-israelischer Austausch im Wissenschaftsmanagement

Nr. 13a | 11.03.2015 | von nis

Seit mehr als 25 Jahren pflegen das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Universität Heidelberg einen regelmäßigen und intensiven Austausch mit israelischen Wissenschaftseinrichtungen. Alle zwei Jahre kommen Vertreter aus der Administration israelischer Universitäten sowie des Weizmann Instituts mit Vertretern der Universität Heidelberg und des DKFZ zusammen, abwechselnd in Israel und in Heidelberg. In diesem Jahr sind das DKFZ und die Universität Heidelberg vom 16. bis zum 19. März Gastgeber für die mehr als 60 Teilnehmer der 15. „Israeli-German Administrators` Conference (IGAC)“.

© dkfz.de

Die Gäste aus Israel kommen von der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva, der Hebräischen Universität in Jerusalem, der Tel-Aviv-Universität und dem Weizmann Institut in Rehovot. In Heidelberg diskutieren sie mit ihren deutschen Kollegen aktuelle Herausforderungen des Wissenschaftsmanagements.

„Erfolgreiche Forschung setzt erfolgreiches Wissenschaftsmanagement voraus“, ist Dr. Angela Kalous, die Kanzlerin der Universität Heidelberg überzeugt. „Die lange Tradition der IGAC-Tagungen zeigt, dass wir uns dieser Verantwortung sehr bewusst sind.“

Auf der Agenda der viertägigen Konferenz stehen Workshops zur zunehmenden Globalisierung und internationalen Zusammenarbeit in der Wissenschaft sowie zu Aspekten gemeinschaftlich genutzter Infrastruktur und Ressourcen. Darüber hinaus tauschen sich die Experten über ethische Fragen sowie über erfolgreiches Compliance Management aus: Wie kann das Management dazu beitragen sicherzustellen, dass alle Beteiligten gesetzliche und ethische Regeln in der Forschung einhalten? Ein weiteres Thema ist die wachsende Bedeutung der Informationstechnologie und der Umgang mit großen Datenmengen in der Wissenschaft. Der Workshop zum „Wissenschaftlichen Lebensweg“ beschäftigt sich mit der Frage, wie das Management Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf ihrer akademischen Laufbahn bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen kann.

„Wir freuen uns sehr, im Jahr des 50jährigen Jubiläums der Aufnahme deutsch-israelischer diplomatischer Beziehungen unsere Gäste aus Israel in Heidelberg zu empfangen“, erklärt Prof. Dr. Josef Puchta, der Kaufmännische Vorstand des DKFZ. „Neben dem fachlichen Austausch ist es uns ein besonderes Anliegen, Freundschaften zu pflegen, die sich im Laufe unserer langen Zusammenarbeit entwickelt haben sowie neue Kontakte zu knüpfen.“ 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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