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DKFZ verleiht Dr. Emil Salzer-Preis und Richtzenhain-Preis für Arbeiten zur Tumorgenetik

Nr. 65 | 16.12.2014 | von Ber

Das Deutsche Krebsforschungszentrum verleiht den Dr. Emil Salzer-Preis 2014 an Professor Roland Rad (Technische Universität München). Im Fokus seiner Forschung stehen die genetischen Grundlagen von Darmkrebserkrankungen. Das Erbgut von Tumoren haben auch Professor Stefan Pfister (Deutsches Krebsforschungszentrum und Universitätsklinikum Heidelberg) und Professor Roman Thomas (Universität zu Köln) im Blick. Die beiden Wissenschaftler erhalten den diesjährigen Förderpreis der Walther und Christine Richtzenhain-Stiftung. Die Preisverleihung findet am 16. Dezember im DKFZ statt.

Von links nach rechts: Prof. Stefan Pfister, Prof. Roland Rad, Prof. Roman Thomas
© Tobias Schwerdt / DKFZ

Das Genom eines Tumors weist gegenüber gesundem Gewebe meist eine ganze Reihe einzelner Veränderungen auf. Durch eine umfassende genetische Analyse von Krebszellen ist es möglich, diese Mutationen zu identifizieren, um in einem zweiten Schritt ihre Bedeutung für den Verlauf einer Erkrankung und deren Behandlung zu charakterisieren. Mit diesem Wissen können anschließend gezielt Therapieverfahren und Medikamente eingesetzt werden, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.

Professor Stefan Pfister, einer der beiden Träger des diesjährigen Richtzenhain-Preises, untersucht die genetischen Grundlagen bösartiger Hirntumore bei Kindern. Diese Tumoren zeichnen sich durch eine enorme biologische Heterogenität aus und machen gerade deshalb maßgeschneiderte Therapiemaßnahmen dringend erforderlich. Pfister ist es gelungen, genetische Veränderungen in Krebszellen zu identifizieren, die heute bereits in der Klinik als Biomarker für Krankheitsverlauf und Therapieansprechen genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt aktuell auf der personalisierten Behandlung von Kindern, deren Krebs trotz intensiver Therapie zurückkehrt. Im Rahmen des Projektes INFORM („INdividualized Therapy FOr Relapsed Malignancies in Childhood), das Pfister federführend koordiniert, sollen diese Kinder eine zweite Chance erhalten. Stefan Pfister leitet die Abteilung Pädiatrische Neuroonkologie im Deutschen Krebsforschungszentrum und arbeitet als Facharzt für Kinderheilkunde in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Heidelberg. Im Jahr 2013 wurde er mit dem translationalen Teil des Deutschen Krebspreises ausgezeichnet.

Der zweite Richtzenhain-Preisträger ist Professor Roman Thomas, der an der Universität zu Köln die Abteilung Translationale Genomik leitet und Partner des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) ist. Auch er erhielt 2013 den Deutschen Krebspreis für seine Verdienste im Bereich der translationalen Krebsforschung. Roman Thomas gelang es, bislang unbekannte genetische Veränderungen aufzudecken, die für das Wachstum des Plattenepithelkarzinoms in der Lunge verantwortlich sind. Mit seinem Team konnte er die entscheidenden Mechanismen für die bösartige Transformation von Zellen dieses Tumortyps entschlüsseln. Auf dieser Grundlage leiteten die Forscher erfolgreich neue Marker für die Auswahl von Patienten zur Behandlung mit zielgerichteten Medikamenten ab.

Den Richtzenhain-Preis, der durch die Stiftung des Neurologen Walther Richtzenhain und seiner Frau Christine über das Deutsche Krebsforschungszentrum verliehen wird, erhalten im Jahresrhythmus abwechselnd Doktoranden in Heidelberger Forschungsinstituten bzw., wie in diesem Jahr, Wissenschaftler aus der gesamten Bundesrepublik für Arbeiten auf dem Gebiet der translationalen Krebsforschung. Die translationale Krebsforschung hat das Ziel, erfolgreiche Arbeiten aus dem Labor in die Klinik zu übertragen. Der diesjährige Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Den Dr. Emil Salzer-Preis 2014 erhält Professor Roland Rad vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Neben seiner Arbeit in der II. Medizinischen Klinik leitet er eine Forschungsgruppe am Münchner Standort des DKTK. Auch Rad wird für seine Arbeiten im Bereich der Tumorgenetik ausgezeichnet. Mit seinem Team entwickelte er spezielle genetische Systeme in Tiermodellen. Diese eröffnen neue Möglichkeiten für genomweite Untersuchungen der Grundlagen von Tumorentstehung, Metastasierung und Therapieresistenz. Im Rahmen seiner Forschung an Tumoren des blutbildenden Systems, des Darmes und der Bauchspeicheldrüse entdeckte Rad beispielsweise neue Gene, die bei der Krebsauslösung von Bedeutung sind. Seine Arbeitsgruppe konnte dabei aufzeigen, wie diese Gene gutartiges Zellwachstum in bösartigen Krebs verwandeln.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum verleiht den derzeit mit 5.000 Euro dotierten Dr. Emil-Salzer-Preis im Auftrag des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Er wurde vom Reutlinger Arzt und Wissenschaftler Dr. Emil Salzer gestiftet. Seinen Nachlass überließ er dem Land mit der Auflage, die Erträge zur Förderung der Krebsforschung einzusetzen.

Ein Bild zur Pressemitteilung steht im Internet zur Verfügung unter:
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/bilder/salzer-richtzenhain-2014.jpg
Quelle: Tobias Schwerdt, DKFZ
Bildunterschrift: Von links nach rechts: Prof. Dr. Stefan Pfister, Prof. Dr. Roland Rad, Prof. Dr. Roman Thomas

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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