Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Neue Medien für die Patienteninformation

Nr. 07 | 29.03.1999 | von (ST)

Einen neuen Zugang zur Krebsinformation für Patienten, Angehörige und interessierte Bürger bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums von April 1999 an im Internet.

Am Dienstag, dem 30. März 1999, stellten Ulrike Riedel, Leiterin der Abteilung Gesundheitsvorsorge, Krankheitsbekämpfung des Bundesministeriums für Gesundheit, und Professor Dr. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen, Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, das neue Internet-Angebot in Bonn der Öffentlichkeit vor.

Das Angebot unter http://www.krebsinformation.de ist durch eine zusätzliche Projektförderung des Bundesgesundheitsministeriums und eine finanzielle Unterstützung der Firma Janssen-Cilag möglich geworden.

Was bisher nur für den telefonischen Krebsinformationsdienst im Deutschen Krebsforschungszentrum galt, ist nun auch im Internet verwirklicht: KID ist ein Angebot für jeden, der Fragen zum Thema Krebs hat. KID informiert unter der Tel.-Nr. 06221 – 410121 kostenlos, individuell verständlich, aktuell und umfassend über alle Fragen, die mit Krebs zusammenhängen: Ursachen, Vorbeugung, Entstehung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge. KID gibt auch Hinweise u.a. auf kostenlose Broschüren, Adressen von Einrichtungen der Krebsbehandlung, Nachsorge und Beratung für Krebspatienten und Angehörige.

Das Internet-Angebot umfaßt die Antworten auf mehr als 100 der wichtigsten Fragen zum Thema Krebs, z.B.: Sind Angst oder Streß genauso ein Risikofaktor für Krebs wie Asbest oder Rauchen und Passivrauchen? Wann hilft Interleukin und wann die Misteltherapie? Was tun, wenn die Tumormarker ansteigen? Helfen Vitamine und Spurenelemente? Wie unterscheiden sich Computertomographie und Kernspintomographie voneinander? Wie kann ich Krebs vorbeugen?

Ausführliche Informationen, die auf aktuellen Erkenntnissen zur Diagnose, Therapie und Nachbehandlung beruhen, hat KID darüber hinaus auf der Internet-Seite "Krebsarten" zusammengestellt. Hier können Informationen abgerufen werden zu Brustkrebs, Lungenkrebs, Tumoren der Prostata und des Darms, zu Magenkrebs und Leukämien, zu seltenen Krebsarten wie die des Gebärmutterkörpers oder den Weichteilsarkomen bei Erwachsenen.

Die WWW-Seiten des KID umfassen auch Ratschläge erfahrener Fachleute zur häuslichen Pflege von Krebskranken, die in europäischer Zusammenarbeit erstellten Empfehlungen zur Krebsvorbeugung, ein Verzeichnis kostenlos erhältlicher Broschüren von Institutionen der Krebsbekämpfung in Deutschland, Adressen von mehr als 50 deutschen Tumorzentren und 200 psychosozialen Beratungsstellen für Krebspatienten und ihre Angehörigen, auch Selbsthilfegruppen, Fachgesellschaften und deutschsprachige Krebstelefone in anderen europäischen Ländern.

Das "Aktuelle Thema" greift Diskussionen in den Medien auf und liefert in regelmäßigen Abständen oder auch tagesaktuell Fakten und vertiefte Hintergrundinformationen zu diesen Themen, aus denen sich Betroffene wie auch Journalisten ein eigenes Bild machen können.

Das angebotene Spektrum wird erweitert durch Vernetzungen (Links) mit anderen Internet- Angeboten, z.B. der Homepage des Deutschen Krebsforschungszentrums http://www.dkfz-heidelberg.de, in der die Diagnose, Therapie und Nachsorge im Zusammenhang mit mehr
als 30 Krebserkrankungen dargestellt werden, zum Forschungsprogramm des Deutschen Krebsforschungszentrums und zu verständlichen Artikeln in der Zeitschrift "einblick", die auf neue Entwicklungen in der Krebsforschung eingehen. Vernetzungen bestehen auch zu Internet-Angeboten von anderer Krebsbekämpfungseinrichtungen in Deutschland und im Ausland.

Der Krebsinformationsdienst hat seit seiner Einrichtung im Jahre 1986 150.000 Anrufe individuell beantwortet - bei einer um vieles höheren Anzahl vom Anrufen, die nicht durchkommt. Die begrenzte personelle Kapazität des Krebsinformationsdienstes soll durch das Internet-Angebot erweitert werden, um den außerordentlich hohen Bedarf an Informationen in der Bevölkerung durch Nutzung der neuen Medien besser abdecken zu können.

Der Krebsinformationsdienst wird seit Beginn im Jahre 1986 vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert, seit 1989 mit einem feststehenden Betrag auch vom Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg.

Die Agentur Fleishman-Hillard GmbH, Hanauer Landstr. 182 c, 60314 Frankfurt/Main, Tel: 069 - 405702-0, Fax: 069 - 430737, E-mail Fhgermany@aol.com, die im Auftrag der Fa. Janssen-Cilag GmbH das Projekt unterstützt hat, versendet weiterführende Informationen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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