Nationales Krebspräventionszentrum

Nationales Krebspräventionszentrum

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe planen ein Nationales Krebspräventionszentrum mit einem Gebäude in Heidelberg.

Im Nationalen Krebspräventionszentrum werden Präventionsforschung, eine ambulante Präventionsklinik – unter anderem für Teilnehmer an Präventionsstudien – und ein Bürger-Informationszentrum vereint. Experten werden dort evidenzgeprüfte Programme für eine dem persönlichen Krebsrisiko angepasste Prävention entwickeln und Kampagnen entwerfen, um das Bewusstsein für die Prävention mit der Unterstützung weiterer Partner bundesweit in die Breite zu tragen. Außerdem sollen dort neue digitale Systeme zur Prävention für jeden Einzelnen zum Beispiel in Form einer App entwickelt werden, aber auch Systeme zur Unterstützung der Präventionsforschung. Das DKFZ plant die Ausschreibung einer Arbeitsgruppe spezifisch in dem Bereich „Digital Cancer Prevention" noch in diesem Jahr. Nicht zuletzt wird der umfangreiche Bereich der translationalen Präventionsforschung des DKFZ im Nationalen Krebspräventionszentrum gebündelt. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit 25 Millionen Euro.

Die neue strategische Partnerschaft zwischen dem DKFZ und der Deutschen Krebshilfe soll das große Potenzial der Prävention weiter ausschöpfen. Zum Auftakt der Kooperation rufen das DKFZ und die Deutsche Krebshilfe vom 10. bis 13. September 2019 die 1. Nationale Krebspräventionswoche unter dem Motto „Prävention ist machbar, Herr Nachbar! Aktiv gegen Krebs" aus.

Mitte September 2020 wird es erneut eine „Nationale Krebspräventionswoche" geben. In diesem Zusammenhang wird auch die zweite Konferenz „Cancer Prevention" in Kombination mit dem PROBASE-Symposium am 17. und 18.09.2020 in Heidelberg ausgerichtet.

Seit seiner Gründung zählt die Krebsprävention zu den wesentlichen Aufgaben des DKFZ. Forscherinnen und Forscher aus dem DKFZ sind heute in vielen Bereichen der Krebsprävention und Präventionsforschung aktiv:

  • Sie fördern die Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums und informieren über gesundheitliche Risiken, die mit dem Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten einhergehen.
  • Sie untersuchen in großen bevölkerungsbezogenen Studien, welche Ernährungsweise mit gesteigerten Krebsrisiken einhergeht.
  • Sie ermitteln, welchen Einfluss der Alkoholkonsum auf Krebsrisiko und Krebssterblichkeit hat.
  • Sie erforschen, wie Sport und körperliche Aktivität das Krebsrisiko senken und die Wirksamkeit der Krebstherapie verbessern können.
  • Sie untersuchen, welchen Einfluss Übergewicht und Adipositas auf Krebsrisiko und Krebssterblichkeit haben.
  • Sie erforschen, welchen Einfluss die Hormonersatztherapie auf das Krebsrisiko hat.
  • Sie entwickeln Impfstoffe gegen krebserregende Viren und fördern die Impfung mit bereits zugelassenen Impfstoffen.
  • Sie suchen nach unbekannten, neuen Krebserregern und entwickeln Maßnahmen, um Menschen vor Infektion mit diesen Erregern zu schützen.
  • Sie entwickeln Maßnahmen, um die Darmkrebsvorsorge zu verbessern und um mehr Menschen zur Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen zu motivieren.
  • Sie identifizieren genetische Risikomarker, um erbliche Krebsrisiken besser einschätzen und engmaschige Früherkennungsmaßnahmen einleiten zu können.
  • Sie suchen nach Biomarkern, die möglichst frühzeitig auf Krebserkrankungen hinweisen, so dass gute Chancen auf Heilung der Erkrankung bestehen.
  • Sie erforschen, wie chronische Entzündungsreaktionen Krebs begünstigen und was man vorbeugend dagegen unternehmen kann.

Klebt ein bisschen - schützt aber vor Krebs.

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