MARIEII und MARIEIII

Folgestudien mit den nicht an Brustkrebs erkrankten Vergleichsteilnehmerinnen der MARIE-Studie

MARIEII und MARIEIII sind Nachfolgestudien von MARIE, bei der die Frauen befragt wurden, die zum Zeitpunkt der Erstbefragung nicht an Brustkrebs erkrankt und somit in der Kontrollgruppe waren. Mittels eines Fragebogens wurden die Teilnehmerinnen 2011-2012 zu ihren gesundheitlichen Lebensumständen befragt, um Veränderungen von Risiko- und Schutzfaktoren für schwere Erkrankungen, insbesondere für bösartige Tumoren, beurteilen zu können. Eine erneute Befragung dieser Frauen erfolgte im Jahr 2016.

Ziele

  • Beschreibung der aktuellen Einnahme von Hormonpräparaten oder pflanzlichen Präparaten gegen Wechseljahresbeschwerden, Vergleich mit der ersten Erhebung und Untersuchung der Ursachen für Veränderungen
  • Analyse des Nutzungsverhaltens und der Versorgungsqualität von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, sowie der Teilnahme am Mammographie-Screening insbesondere nach der Einführung des flächendeckenden Brustkrebsscreenings in Deutschland
  • Vergleich des Auftretens chronischer Erkrankungen bei Teilnehmerinnen mit Brustkrebs mit der Gruppe nicht an Brustkrebs erkrankter Frauen sowie der Vergleich der langfristigen Lebensqualität
  • Identifikation von damit zusammenhängenden Faktoren, um zukünftig Subgruppen von Frauen für gezielte Präventions- bzw. Interventionsprogramme zu definieren

Ergebnisse

ie Anwendung einer Hormontherapie zur Behandlung von Wechseljahres-beschwerden ließ gegenüber der ersten Erhebung deutlich nach. Ein Einfluss einer Hormontherapie auf das Gesamtüberleben wurde nicht festgestellt.

  • Frauen mit mittlerem und höherem Bildungsniveau gingen etwas häufiger zu ärztlichen Brust- bzw. gynäkologischen Untersuchungen als Frauen mit niedrigem Bildungsniveau. Alle gingen jedoch seltener zur Krebsvorsorge als empfohlen wird.
  • Die allgemeine Lebensqualität war 10 Jahre nach der Brustkrebsdiagnose vergleichbar mit der Lebensqualität gleichaltriger Frauen ohne Brustkrebs.
  • Schwerwiegende, chronische Erkrankungen traten bei beiden Gruppen etwa ähnlich häufig auf.

 

Eine ausführlichere Darstellung der Ergebnisse finden Sie im Studienbericht,
weitere Details in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

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