MARIEplus-Studie (1. Nachbefragung der Patientinnen nach 5 Jahren)

Brustkrebs ist die häufigste Krebsform und die häufigste Krebs-Todesursache bei Frauen in Deutschland. Die Neuerkrankungsrate  ist in den letzten Jahrzehnten angestiegen, wobei die Sterblichkeitsrate seit Mitte der 1990er Jahre zurückgeht. Das bedeutet, dass die Zahl der Frauen mit Brustkrebsdiagnose steigt, sie aber nach ihrer Diagnose länger überleben. Während eine Reihe von Risikofaktoren bekannt sind, die das Brustkrebsrisiko beeinflussen, sind die diagnostischen, therapeutischen, klinischen und genetischen Faktoren, die das Wiederauftreten oder das Sterben an der Erkrankung bestimmen, weniger erforscht. Darüber hinaus liegen nur unzureichende Erkenntnisse darüber vor, wie die Einnahme von Hormonen  zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden oder Faktoren des Lebensstils wie Ernährung und körperliche Aktivität bzw. deren Veränderungen nach der Diagnose die Prognose der Erkrankung beeinflussen. Über die Frage, wie diese Faktoren den Krankheitsverlauf nach bestimmten Krebs-Therapien modifizieren, liegen bislang ebenfalls nur wenige Daten vor.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurde auf Basis der MARIE-Studie  eine Langzeitbeobachtung der Patientinnen  (MARIEplus) in den Studienregionen Rhein-Neckar-Karlsruhe und Hamburg durchgeführt. Es wurden therapeutische Daten  gesammelt und zusätzlich im Sommer 2009 ein Telefon-Interview mit den Teilnehmerinnen durchgeführt, um Lebensstiländerungen und das Wiederauftreten von Brustkrebs zu erfassen. In Zusammenarbeit mit den Krebsregistern und den örtlichen Ämtern wurden die Gesamtmortalität und die brustkrebsspezifische Mortalität bis Ende 2009 ermittelt.

Kooperationen:

  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Hamburgisches Krebsregister
  • Krebsregister Rheinland-Pfalz
  • Krebsregister Baden-Württemberg
  • Pathologisches Institut der Universität Heidelberg

Förderung: Deutsche Krebshilfe e.V.

Weiterführende Informationen finden Sie unter

Projekte

  • Vitamin D (25-OH-Vitamin D als Biomarker)
  • Phytoöstrogenhaltige Lebensmittel (+Enterolakton als Biomarker)
  • Körperliche Aktivität
  • Genetische Faktoren
  • Entzündungs- und metabolische Biomarker
  • Immunologische Tumormikroumgebung
  • Hormonsubstitution

Ergebnisse der MARIEplus-Studie

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