Nr. 44c

Onkologisches Spitzenzentrum: NCT Heidelberg und Mannheim Cancer Center gemeinsam gefördert

Zwei Flaggen vor blauem Himmel

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und das Mannheim Cancer Center (MCC) werden erstmals gemeinsam als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert. Die Deutsche Krebshilfe stellt für vier Jahre 4,8 Millionen Euro für das neue Konsortium bereit.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von NCT Heidelberg und Universitätsmedizin Mannheim

Das NCT Heidelberg und das MCC bilden ein CCC-Konsortium (Comprehensive Cancer Center, CCC) und haben erstmals die internationale Begutachtung erfolgreich durchlaufen. Das Konsortium möchte neben der optimalen onkologischen Versorgung seiner Patientinnen und Patienten innovative Entwicklungen in der Krebsmedizin möglichst schnell in der Region verfügbar machen. Deshalb werden klinische Studien eine herausragende Rolle im Konsortium einnehmen. Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim wird dafür von der Deutschen Krebshilfe für den Zeitraum von vier Jahren als Onkologisches Spitzenzentrum mit 4,8 Millionen Euro gefördert.

Das NCT Heidelberg ist damit seit 2007 durchgehend als Onkologisches Spitzenzentrum anerkannt und gefördert. Das Mannheim Cancer Center ist seit 2011 als Onkologisches Zentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und erhält nun erstmalig die Anerkennung als Onkologisches Spitzenzentrum. Partner im CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim sind das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), die Thoraxklinik Heidelberg, die Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim der Universität Heidelberg, die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim ist ein wichtiger Schritt in der erfolgreichen Zusammenarbeit im Klinikverbund Heidelberg und Mannheim.

Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie am UKHD, Geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg und Sprecher des CCC-Konsortiums Heidelberg-Mannheim, sagt: „Wir freuen uns, das Onkologische Spitzenzentrum mit Mannheim zu erweitern. Der Zusammenschluss zum CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim eröffnet die Perspektive, vor allem die klinische Forschung zu stärken, als Studienstandort attraktiver zu werden und noch mehr Patientinnen und Patienten die Möglichkeit zu bieten, von innovativer Forschung zu profitieren.“ 

Wolf–Karsten Hofmann, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und Vorstandsvorsitzender des Mannheim Cancer Centers, sagt: „Die erstmalige Anerkennung als Onkologisches Spitzenzentrum für das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim zeigt, dass wir an beiden Standorten onkologische Medizin auf höchstem Niveau betreiben. Im Verbund wachsen die Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim immer enger zusammen und wir werden uns als Comprehensive Cancer Center gemeinsam weiterentwickeln.“

Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim behandelt Krebspatientinnen und -patienten als Onkologisches Spitzenzentrum interdisziplinär auf höchstem Niveau. Ziel ist es, vielversprechende Ergebnisse aus der Grundlagenforschung rasch in klinische Anwendung zu bringen. Das CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim wird daran arbeiten, die klinische Forschung gemeinsam voranzubringen, noch mehr innovative Ansätze in klinische Studien einzubringen und die klinische Entwicklung dieser Ansätze rascher voranzutreiben. Mit dem Zusammenschluss werden die beiden Standorte dabei attraktiver für Industriepartner. Das Konsortium wird die Vernetzung mit medizinischen Einrichtungen und Ärztinnen und Ärzten der Region verstärken und dadurch allen Patientinnen und Patienten der Region den Zugang zur Spitzenmedizin ermöglichen.

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Über das DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.

Um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern, betreibt das DKFZ gemeinsam mit exzellenten Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland Translationszentren:

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT, 6 Standorte)
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, 8 Standorte)
  • Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg
  • Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON) Mainz – ein Helmholtz-Institut des DKFZ
  • DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim
  • Nationales Krebspräventionszentrum (gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe)

Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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