Cookie Hinweis

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen .

Essentiell

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden.

Name Webedition CMS
Zweck Dieses Cookie wird vom CMS (Content Management System) Webedition für die unverwechselbare Identifizierung eines Anwenders gesetzt. Es bietet dem Anwender bessere Bedienerführung, z.B. Speicherung von Sucheinstellungen oder Formulardaten. Typischerweise wird dieses Cookie beim Schließen des Browsers gelöscht.
Name econda
Zweck Session-Cookie für die Webanalyse Software econda. Diese läuft im Modus „Anonymisiertes Messen“.
Statistik

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und analysiert werden. Je nach Tool werden ein oder mehrere Cookies des Anbieters gesetzt.

Name econda
Zweck Measure with Visitor Cookie emos_jcvid
Externe Medien

Inhalte von externen Medienplattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Zustimmung mehr.

Name YouTube
Zweck Zeige YouTube Inhalte
Name Twitter
Zweck Twitter Feeds aktivieren

Impfen gegen Krebs

Kann man sich gegen Krebs genauso schützen wie gegen Mumps oder Masern? Wenn von Impfungen gegen Krebs die Rede ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn es gibt sowohl vorbeugende als auch therapeutische Ansätze.

Eine Impfung gegen Krebs klingt nach der perfekten Strategie im Kampf gegen diese bedrohliche Krankheit: Ein kleiner Piks und das Problem ist gelöst. Obgleich dies für die meisten Krebserkrankungen auf lange Zeit vermutlich nur ein Traum bleiben wird, ist eine vorbeugende Impfung gegen bestimmte Krebsarten schon heute möglich – wenn diese durch Viren ausgelöst werden. Professor Harald zur Hausen, Nobelpreisträger und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), wies mit seiner Arbeitsgruppe nach, dass humane Papillomviren (HPV) an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und weiteren Krebsarten beteiligt sind. Inzwischen stehen Impfstoffe gegen einige Typen dieses Virus zur Verfügung: Das Risiko einer Erkrankung sinkt durch die Impfung beträchtlich.

Spuren des Virus entdecken

Angelika Riemer und Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum.
© Schwerdt/DKFZ

Hat das Virus allerdings die Zellen bereits infiziert, bleibt eine Schutzimpfung wirkungslos. Solchen Patienten möchte Privatdozentin Dr. Angelika Riemer helfen. Die Leiterin der DKFZ-Nachwuchsgruppe „Immuntherapie und -prävention“ arbeitet an einem HPV-Impfstoff, der nach Ausbruch der Krankheit zum Einsatz kommen kann. „Durch die therapeutische Impfung soll das Immunsystem in einer Weise stimuliert werden, dass es die infizierten Krebszellen erkennt und abtötet“, erklärt Riemer. Dazu müssen die Immunzellen allerdings verräterische Spuren des Virus entdecken. „Die infizierten Zellen präsentieren auf ihrer Oberfläche Bruchstücke des Virus, das in ihnen steckt. Welche Bruchstücke das sind, können wir mit Hilfe einer neu entwickelten Methode herausfinden.“ Bei den Virusbestandteilen, die hier im Fokus stehen, handelt es sich um kurze Eiweißabschnitte. Mit diesen möchte die Immunologin zukünftig Killerzellen gezielt gegen virusinfizierte, entartete Zellen aktivieren.

Die Eiweiße, aus denen das Virus zusammengesetzt ist, sind bekannt. Welche Bruchstücke aber von den infizierten Zellen präsentiert werden, hängt vom Immunsystem des Patienten ab, genauer gesagt von seinen HLA-Molekülen (Human Leukocyte Antigen) auf der Zelloberfläche: Es gibt sie in Tausenden Varianten, welche jeweils unterschiedliche Bruchstücke präsentieren. Jeder Mensch verfügt über eine ganz individuelle Zusammensetzung von HLA-Molekülen. Angelika Riemer sucht deshalb mit ihrem Team nach Fragmenten des Virus, die Tumorzellen unterschiedlicher Patienten besonders häufig präsentieren. Die Forscherin hat ein Ziel vor Augen: „Wir wollen einen therapeutischen HPV-Impfstoff entwickeln, der unabhängig vom HLA-Typ einsetzbar ist.“ Möglichst viele Erkrankte sollen so von dem Impfstoff profitieren. Mit einer therapeutischen Impfung stünde dann eine neue Therapieform gegen HPV-bedingte Krebsarten zur Verfügung.

Text: Frank Bernard

nach oben
powered by webEdition CMS