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Helmholtz-Doktorandenpreis 2021 für Selina Jansky

Nr. 29 | 12.05.2022 | von Koh

Das Neuroblastom ist eine Krebserkrankung des Kindesalters, die im sich entwickelnden Nervengewebe entsteht. Selina Jansky hat in ihrer Doktorarbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) den entwicklungsbiologischen Ursprung der Erkrankung identifiziert. Die Helmholtz-Gemeinschaft würdigt diese exzellente Leistung mit dem Doktorandenpreis 2021 im Bereich Gesundheit.

Selina Jansky
© Jutta Jung / DKFZ

Mit den Doktorandenpreisen zeichnet die Helmholtz-Gemeinschaft jährlich in jedem ihrer sechs Forschungsbereiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die ihre Promotion an einem Helmholtz-Zentrum durchgeführt und mit hervorragendem Ergebnis abgeschlossen haben. Selina Jansky vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ ist die diesjährige Preisträgerin im Bereich Gesundheit. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Identifizierung des entwicklungsbiologischen Ursprungs des Neuroblastoms.

Jedes Jahr erkrankt etwa eines von 100.000 Kindern neu an einem Neuroblastom, oft schon im ersten Lebensjahr. Damit sind Neuroblastome eine bei Kindern relativ häufige Gruppe von Tumoren. Sie bilden sich bereits in der Embryonalentwicklung im unreifen sympathischen Nervengewebe und kommen vor allem in der Nebenniere, der Wirbelsäule, sowie in Hals, Brust und Bauch und im Beckenraum vor. Neuroblastome sind schwer zu behandeln und häufig therapieresistent. In einigen Fällen bildet sich der Tumor ohne jegliche Therapie komplett zurück. Bei etwa der Hälfte der Patienten schreitet er jedoch trotz hochintensiver Therapie unaufhaltsam voran.

Selina Janskys Forschungsziel war, herauszufinden, bei welchem Entwicklungsschritt und in welchem Zelltyp des sich entwickelnden Nervengewebes die entscheidenden molekularen Unfälle passieren, die die Zellen zu Krebs entarten lassen. Dazu verglich sie in verschiedenen Stadien der Embryonalentwicklung Gewebeproben von gesunden Nebennieren und von Neuroblastomen. Bei der Analyse der Proben auf Einzelzell-Ebene entdeckte sie, dass die fatalen Fehler bei der Teilung der schnellwachsenden Nerven-Vorläuferzellen, der Neuroblasten des vegetativen Nervensystems, bereits im ersten Trimester der Schwangerschaft auftreten: Kommt es in den undifferenzierten Neuroblasten zu Fehlern bei der Kernteilung, der Mitose, so resultieren daraus Krebszellen mit anormalen Chromosomensätzen.

Selina Jansky erkannte dabei auch, dass die unterschiedlichen klinischen Ausprägungen der Neuroblastome den verschiedenen Phasen der normalen Entwicklung der Neuroblasten entsprechen. Der Grad der Differenzierung der Krebszellen korreliert dabei mit der klinischen Prognose der Erkrankung. Neuroblastome mit günstigerem klinischen Verlauf ähneln stark den sich normal entwickelnden Neuroblasten. Die detaillierten Ergebnisse von Janskys Analyse zeigen außerdem molekulare Ansatzpunkte auf, über die die Differenzierungsblockade der Neuroblastomzellen möglicherweise rückgängig gemacht werden kann. So könnten die Tumorzellen dazu gebracht werden, wieder zu normalen Nervenzellen auszureifen.

Selina Jansky studierte Molekulare Biomedizin / Molekulare Biowissenschaften in Bonn und in Heidelberg. Ihre Masterarbeit und im Anschluss auch ihre Doktorarbeit fertigte sie am DKFZ bzw. am Hopp Kindertumorzentrum KiTZ in der Abteilung Neuroblastom-Genomik an (Leiter: Frank Westermann), in der sie seit 2021 als Postdoktorandin forscht. Während des Studiums und der Promotion absolvierte Selina Jansky Forschungsaufenthalte in Philadelphia, bei der Novartis Pharma AG sowie am Weizmann Institut in Israel.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro und zusätzlich die Finanzierung eines „Field Study Fellowship" von bis zu drei Monaten, um das Vermarktungspotenzial ihrer Forschungsergebnisse zu überprüfen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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