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Ernährung bei Krebs - kein einheitliches Rezept

Nr. 71k | 20.12.2021 | von jg

Für Krebspatientinnen und -patienten gelten zunächst keine anderen Ernährungsempfehlungen als für Gesunde. Falls sie aber aufgrund ihrer Erkrankung oder Behandlung mit Ernährungsproblemen zu kämpfen haben, kann eine Anpassung sinnvoll sein. Zu berücksichtigen ist dabei die individuelle Situation der Betroffenen. Was kann die Ernährungstherapie leisten und wo bekommen Krebspatientinnen und -patienten qualifizierte Hilfe? Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums informiert.

© Krebsinformationsdienst DKFZ

Eine Krebserkrankung kann durch Ernährung nicht geheilt werden. Eine ausreichende Versorgung mit Energie und Nährstoffen kann die Gesamtkonstitution aber unterstützen. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt und Kraft und Lebensqualität nehmen zu. Maßgeblich ist die individuelle Situation der Betroffenen: Was braucht der Körper, was verträgt er und was ist aus Patientensicht überhaupt möglich? Denn die Nahrungsaufnahme kann aus verschiedenen Gründen stark beeinträchtigt sein.

Wenn Essen und Trinken schwerfällt
Auswirkungen des Tumors, aber auch Nebenwirkungen der Behandlung, wie Schleimhautentzündungen, Kau- und Schluckbeschwerden, Fatigue, Geruchs- und Geschmacksstörungen sowie Übelkeit führen bei Krebspatientinnen und -patienten oft zu Appetitverlust und einer eingeschränkten Nahrungsaufnahme. Bleibt dies über längere Zeit bestehen, so droht ein Gewichtsverlust mit Muskelabbau. Besteht die Gefahr einer Mangelernährung oder haben Betroffene bereits stark Gewicht verloren, stellen kalorienreiche Lebensmittel mit erhöhtem Fettgehalt eine gute Energiequelle dar. Als Folge einer eingeschränkten körperlichen Aktivität oder von Entzündungsprozessen können Krebspatienten zudem einen erhöhten Proteinbedarf aufweisen. Unter fachlicher Anleitung sollte dann der Proteinanteil in der Nahrung angehoben werden. Begleitend können bewegungstherapeutische Maßnahmen für den Muskelerhalt oder -aufbau hilfreich sein.

Individuelle Situation entscheidend
Reicht die normale Nahrungsaufnahme nicht aus, kann eine Ernährungstherapie unterstützend zur eigentlichen Tumortherapie durchgeführt werden. Ziel ist es, nicht nur den Ernährungszustand, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten und die Verträglichkeit der Krebsbehandlung soweit wie möglich zu verbessern. Dazu wird empfohlen, den Ernährungszustand der Patienten frühzeitig zu untersuchen und regelmäßig zu kontrollieren. Die eigentlichen ernährungstherapeutischen Maßnahmen hängen von der individuellen Situation ab. Dabei können zum Beispiel auch der Allgemeinzustand oder mögliche Begleiterkrankungen eine Rolle spielen.

Ernährungstherapeuten suchen und finden
Erste Ansprechpartner für eine Ernährungsberatung bei Gewichts- und Ernährungsproblemen sind die behandelnden Ärzte: Sie informieren über geeignete Anlaufstellen und stellen eine Empfehlung oder Verordnung aus – nur dann beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten. Der Zuschuss kann variieren, daher empfiehlt sich ein Vorabgespräch mit der Krankenkasse. Wer sich selbst auf die Suche macht, sollte wissen: Die Begriffe „Ernährungsberater/in" und „Ernährungstherapeut/in" sind nicht geschützt. Deshalb bieten verschiedene Fachgesellschaften Zertifizierungen an, die von den Krankenkassen anerkannt werden. Adressen von Ernährungsberatern und -therapeuten sind zum Beispiel auf den folgenden Internetseiten zu finden:

Weitere Details zur erfolgreichen Suche bietet die Internetseite des Krebsinformationsdienstes unter https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/ernaehrung/ernaehrung-links.php 
(> Ernährungsberatung: Wo findet man Ansprechpartner)

„Nun probier´ doch wenigstens mal"
Der häufige Wunsch von Angehörigen und Freunden zu intervenieren und Betroffenen in Sachen Essen und Trinken beizustehen, ist nachvollziehbar. Dennoch können auch gut gemeinte Tipps, Erfahrungsberichte von anderen oder gar Ermahnungen für die Patientinnen und Patienten eine zusätzliche Belastung darstellen. „Die Ernährungssituation bei Krebs ist eine höchst individuelle Angelegenheit und ist zudem für Nichtbetroffene oft nur schwer nachvollziehbar. Eine professionelle und frühzeitige Ernährungsberatung ist daher für Erkrankte und Angehörige gleichermaßen wichtig. Sie unterstützt fachlich und gibt Sicherheit", so Dr. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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