Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Auch heute noch Inspirationsquelle für jeden Naturwissenschaftler

Nr. 48r | 31.08.2021 | von Koh

Am 31. August 2021 jährt sich der Geburtstag des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz zum 200. Mal. Der letzte wirkliche Universalgelehrte ist Namenspatron der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren e.V., der das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) seit 2001 angehört.

© dkfz.de

Auch wenn es der Name nicht auf Anhieb erkennen lässt: Das Deutsche Krebsforschungszentrum ist eines der Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren e.V. Die Gemeinschaft, zu der heute 18 Zentren zählen, gründete sich 2001 aus einem bis dahin losen Verbund großer außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen.

Mit Hermann von Helmholtz war ein idealer Namenspatron für die neue Gemeinschaft gefunden: Das Forschungsspektrum von Helmholtz ist breit gefächert und reicht von Energie, Materie und Erde über Verkehr und Raumfahrt bis hin zu Umwelt und Gesundheit. Auch Hermann von Helmholtz steht für die ganze Vielfalt der naturwissenschaftlichen Forschung und die Hinwendung zur technologischen Praxis. Er war einer der letzten wirklichen Universalgelehrten. Hermann von Helmholtz vertrat eine Naturwissenschaft, die Brücken schlug zwischen Medizin, Physik und Chemie. Am 31. August jährt sich der Geburtstag des großen Naturforschers zum 200. Mal.

„Bemerkenswert an Hermann von Helmholtz' Forschung war, dass er stets Theorie, Experiment und praktische Anwendung verknüpfte", sagt Michael Baumann, der Vorstandsvorsitzende des DKFZ. „Darin ist er uns ein Vorbild: Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist zentraler Bestandteil der Helmholtz-Mission. Unsere Lösungen sollen dort ankommen, wo sie der Gesellschaft nutzen: In der Wirtschaft, im Gesundheitssystem oder im Umweltschutz."

Heidelberg, seit 1964 Sitz des Deutschen Krebsforschungszentrums, ist eine von Hermann von Helmholtz' wichtigen Wirkungsstätten. Von 1858 bis 1870 hatte er hier den Lehrstuhl für Physiologie inne und war damit Heidelbergs erster Professor für dieses Fach. Trotz seines großen Interesses an der Physik war es Hermann von Helmholtz, der aus einfachen Verhältnissen stammte, nicht möglich gewesen, ein Physikstudium an der Universität aufzunehmen. Er war auf einen staatlich finanzierten Studienplatz der Medizin angewiesen. Wie sein Vater es ausdrückte, „müsse er die Medizin mit in Kauf nehmen, um zum Studium der Physik zu gelangen." Bei seinen Forschungen zu Hören und Sehen oder zur Nervenleitung faszinierte ihn die enge Beziehungen zwischen Physiologie und Physik. Er betrieb medizinische Grundlagenforschung mit physikalischen Methoden.

Und so kam es, dass dem studierten Mediziner Hermann Helmholtz 1871 eine Professur für Physik an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin angeboten wurde. In Berlin erlebte er einen beispiellosen Aufstieg in die höchsten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kreise. Ihm wurde das Adelsprädikat verliehen, er wurde zum Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute: Humboldt-Universität) ernannt, und war Gründungspräsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (der heutigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt). Zu seinen Lebzeiten reichten an seinen wissenschaftlichen Ruhm und an seine Prominenz höchstens Charles Darwin oder Louis Pasteur heran.

„Hermann von Helmholtz hatte die besondere Gabe, Erkenntnisse aus einem Forschungsfeld auf andere Wissensgebiete zu übertragen, und die ausgeprägte Fähigkeit zur Synthese von Konzepten und Ergebnissen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Diese Talente zeichnen auch heute noch besonders erfolgreiche Wissenschaftler aus", sagt Michael Baumann. „Hermann von Helmholtz ist auch heute noch Inspirationsquelle für jeden Naturwissenschaftler oder wissenschaftlich tätigen Arzt".

Mehr über Hermann von Helmholtz:
https://www.helmholtz200.de/

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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