Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Prince Mahidol Award an Ralf Bartenschlager verliehen

Nr. 05c2 | 31.01.2020 | von Koh

Der Heidelberger Virologe wird mit dem Prince Mahidol Award für erfolgreiche Erforschung des Hepatitis C-Virus geehrt. Der Preisträger warnt in seiner Rede vor einer „stillen Epidemie" und ihren Folgen.

© Prince Mahidol Foundation

Ralf Bartenschlager, der als Virologe am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum forscht, erhielt heute den mit 100.000 US-Dollar dotierten Prince Mahidol Award im Bereich „Medizin" für seine Forschungsarbeiten zum Hepatitis C-Virus. Verliehen wurde der Preis von der Präsidentin der Stiftung, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, einer Enkelin des Namensgebers Prinz Mahidol von Songkla.

Bartenschlager, der im Rahmen der Preisverleihung Vorträge an verschiedenen Einrichtungen des thailändischen Gesundheitswesens sowie in der Deutschen Botschaft hielt, hat mit seiner Forschung wichtige molekulare Eigenschaften des Hepatitis C-Virus entdeckt und entscheidend zur Entwicklung von antiviralen Medikamenten beigetragen. Er setzt sich für ein verbessertes Screening auf Hepatitis-Virusinfektionen weltweit sowie für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Hepatitis C ein.

© Prince Mahidol Foundation

„Hepatitis-Virusinfektionen der Leber sind eine stille Epidemie", sagt er. „Die meisten Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion, die nach einer akuten, zumeist symptomfreien Phase chronisch werden und langfristig zu einer Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann. Ein weiteres Problem ist, dass Öffentlichkeit und Politik dieses Thema kaum zur Kenntnis nehmen, obwohl Infektionen mit den verschiedenen Hepatitis-Viren inzwischen weltweit zu einer der häufigsten Todesursachen unter den Infektionskrankheiten zählen – noch vor HIV oder Malaria." Im Jahr 2016 hat Bartenschlager für seine Forschung bereits den mit 250.000 US-Dollar dotierten Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award erhalten, der als die höchste medizinisch-wissenschaftliche Auszeichnung in den USA gilt.

Mehr zum Thema und über den Preisträger:
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/prince-mahidol-award-fuer-prof-dr-ralf-bartenschlager/ 

Homepage der Prince Mahidol Award Stiftung: https://www.princemahidolaward.org 

Mehr über die Arbeit von Prof. Dr. Ralf Bartenschlager auf den Internetseiten des UKHD und des DKFZ:
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/zentrum-fuer-infektiologie/molecular-virology/about-us/research-teams/ag-bartenschlager 
https://www.dkfz.de/de/virus-assoziierte-karzinogenese/groups/AGBartenschlager/index.html 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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