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Jetzt erschienen: die neue Ausgabe des Magazins einblick

Nr. 26 | 28.05.2019 | von FB

Wenn ein Mensch krank ist, spiegelt sich das meist auch in seinem Blut wider. Bei einer Krebserkrankung ist das nicht anders. Krebszellen, die sich vom Tumor gelöst haben, Immunzellen, die eben diesen bekämpfen, Botenstoffe, die beide Seiten für sich nutzen – all das strömt durch die Adern. Im aktuellen einblick berichten wir, was das Blut Ärzten und Forschern über die Krankheit verrät, welche besondere Rolle die Blutgefäße für den Tumor spielen und welche neuen Therapieansätze zukünftig zum Einsatz kommen könnten, wenn die Blutzellen selbst von einer bösartigen Erkrankung betroffen sind.

© DKFZ

Die unbekannten Wächter. Blutgefäße spielen bei einer Krebserkrankung eine wichtige Rolle: Sie ermöglichen es den Tumoren, zu wachsen und sich im Körper auszubreiten. Eine besondere Funktion übernehmen dabei die Endothelzellen, die das Innere der Blutgefäße auskleiden und am Übergang zwischen Blutstrom und umgebendem Gewebe zahlreiche Prozesse kontrollieren. Wissenschaftler im DKFZ untersuchen, wie sich die Blutgefäßzellen mit ihrer Umgebung austauschen. Das soll unter anderem neue Möglichkeiten eröffnen, den Krebs zu stoppen.

Die Spuren des Tumors. Krebsbehandlungen orientieren sich immer stärker an molekularen Merkmalen des Tumors. Welche das sind, wird meist an einer Gewebeprobe untersucht. Doch auch im Blut hinterlässt ein Tumor Spuren. Und die lassen sich mit noch recht neuen Verfahren entdecken, die unter Liquid Biopsy zusammengefasst werden. Ob sich diese Verfahren möglicherweise einmal zu zentralen Werkzeugen der individualisierten Krebstherapie eignen können, wird derzeit intensiv erforscht.

Der Stammzellwecker. Wenn sie nicht gebraucht werden, befinden sich Blutstammzellen in einer Art Schlafzustand. Dieser bietet ihnen Schutz, denn in einer aktiven Zelle kommt es unweigerlich zu Schäden. Wenn allerdings Nachschub an reifen Blutzellen benötigt wird, braucht es einen Wecker für die Zellen. Forscher im DKFZ untersuchen, welche Signale die Blutstammzellen aus dem Tiefschlaf reißen. Möglicherweise ebnen sie damit auch den Weg, um Leukämien künftig noch besser zu bekämpfen.

Weitere Themen im Heft:

  • Interview: „Blutkrebs ist gut behandelbar"
  • Krebsinformationsdienst: Wissenswertes zur Blutstammzelltransplantation
  • DKTK: Alter Wirkstoff, neuer Nutzen
  • CAR-T-Zelltherapie: Den Gegner erkennen
  • Der 1. Deutsche Krebsforschungskongress
  • Die Nationale Dekade gegen Krebs
  • „Miteinander – Füreinander" – Spenden für die Krebsforschung

Digital und mobil: Die einblick-App für Tablets und Smartphones steht im App-Store von Apple und im Google Play Store zum Download bereit. Mehr Infos unter www.dkfz.de/einblick

Die neue Ausgabe ist zudem unter https://www.dkfz.de/de/presse/veroeffentlichungen/einblick/download/2019/einblick_01_2019_WEB.pdf  als PDF verfügbar.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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