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Erfolgreiche Bilanz nach zehn Jahren Krebs-Stammzellforschung

Nr. 19c2 | 01.04.2019 | von Koh

Vor zehn Jahren nahm HI-STEM, das Heidelberger Institut für Stammzelltechnologie und Experimentelle Medizin, in seinen neu eingerichteten Laboren im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Arbeit auf. Zum Jubiläum ziehen die Gründer Bilanz: HI-STEM-Forscher konnten bei zahlreichen Krebsarten belegen, welche Rolle Stammzellen bei Entstehung, Ausbreitung und Therapieresistenz von bösartigen Tumoren spielen. In hochkarätig publizierten Arbeiten zeigten sie neue Ansätze auf, um die bedrohlichen Erkrankungen in Zukunft gezielter und wirksamer zu behandeln.

Die HI-STEM-Gründer freuen sich über zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit: Friedrich von Bohlen, Mitgeschäftsführer der dievini Hopp BioTech Holding, Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand des DKFZ, Heike Bauer, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, Stifter Dietmar Hopp, Andreas Trumpp, Direktor HI-STEM, Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, Christof Hettich, Mitgeschäftsführer der dievini Hopp BioTech Holding (v.l.n.r.)
© Stefan Hebling

Bereits 2008 hatten die Dietmar Hopp Stiftung und das DKFZ die HI-STEM gemeinnützige GmbH als Public Private Partnership gegründet. Dieses Konzept – die Zusammenarbeit zwischen akademischer Wissenschaft und Privatwirtschaft – war ebenso ungewöhnlich wie innovativ. „Unser großer Dank gilt allen, die damals zur Gründung von HI-STEM beigetragen haben. Ganz besonders bedanken wir uns bei Dietmar Hopp und seiner Stiftung sowie bei Vorstand des DKFZ für das außerordentliche und anhaltende Engagement", sagt Andreas Trumpp, HI-STEM-Gründungsdirektor und zugleich Leiter der Abteilung „Stammzellen und Krebs" am DKFZ.

Viele Krebserkrankungen gehen auf krankhaft veränderte Stammzellen zurück, in anderen Fällen werden Stammzellprogramme während der Krebsentstehung reaktiviert. Diese so genannten Krebsstammzellen sind darüber hinaus dafür verantwortlich, dass der Krebs sich im Körper ausbreitet und unempfindlich gegenüber gängigen Therapien ist. Ziel von HI-STEM ist es, durch hochkarätige Forschung an Stammzellen und Tumoren neue Ansätze für die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen zu entwickeln.

Unter den weit über hundert wissenschaftlichen Publikationen die HI-STEM-Forscher inzwischen veröffentlicht haben, sind viele in den renommiertesten Fachjournalen wie Nature, Cell oder Science, publiziert. Für mehrere Ergebnisse der HI-STEM-Forschung sind Patentanträge eingereicht.

In Zukunft sollen sich die HI-STEM-Forscher besonders darauf konzentrieren, die Therapieresistenzen und die Metastasierung bei Leukämien, Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erforschen und zu bekämpfen. Erste klinische Studien sind in Vorbereitung, auch Ausgründungen sind ein Ziel für die gerade angelaufene dritte Finanzierungsperiode.

Die Dietmar Hopp Stiftung fördert die HI-STEM gGmbH inzwischen bereits zum dritten Mal in Folge für je fünf Jahre, die Gesamtfördersumme liegt bei 22,5 Millionen Euro. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung weitere HI-STEM-Sonderforschungsprojekte. Insgesamt forschen sieben Arbeitsgruppen mit über 60 Mitarbeitern bei HI-STEM.

www.hi-stem.de 

Video über HI-STEM

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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