Cookie Hinweis

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen .

Essentiell

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden.

Name Webedition CMS
Zweck Dieses Cookie wird vom CMS (Content Management System) Webedition für die unverwechselbare Identifizierung eines Anwenders gesetzt. Es bietet dem Anwender bessere Bedienerführung, z.B. Speicherung von Sucheinstellungen oder Formulardaten. Typischerweise wird dieses Cookie beim Schließen des Browsers gelöscht.
Name econda
Zweck Session-Cookie für die Webanalyse Software econda. Diese läuft im Modus „Anonymisiertes Messen“.
Statistik

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und analysiert werden. Je nach Tool werden ein oder mehrere Cookies des Anbieters gesetzt.

Name econda
Zweck Measure with Visitor Cookie emos_jcvid
Externe Medien

Inhalte von externen Medienplattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Zustimmung mehr.

Name YouTube
Zweck Zeige YouTube Inhalte
Name Twitter
Zweck Twitter Feeds aktivieren

Hochdotierter Forschungspreis für besseres Verständnis einer seltenen Krankheit

Nr. 12 | 25.02.2019 | von Koh

Der diesjährige Preis der Deutschen Tuberöse-Sklerose-Stiftung geht an Tamara Prentzell vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Wissenschaftlerin trägt mit ihrer Forschung zum besseren Verständnis dieser rätselhaften seltenen Erkrankung bei. Damit will sie bessere und gezieltere Behandlungsmöglichkeiten entwickeln, insbesondere die schweren epileptischen Anfälle der Betroffenen reduzieren.

Tamara Prentzell
© Conny Ehm

Nach gängiger Definition betreffen „seltene Erkrankungen" höchstens eine unter 2000 Personen. Dies gilt auch für die Tuberöse Sklerose. Oft macht sich die Krankheit zunächst durch epileptische Anfälle bemerkbar. Betroffene entwickeln darüber hinaus Tumoren an Gehirn, Herz und Nieren und leiden meist unter auffälligen Hautveränderungen.

Die Deutsche Tuberöse Sklerose Stiftung verleiht alle zwei Jahre den Tuberöse Sklerose-Forschungspreis, dieses Jahr zum dritten Mal. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für innovative Leistungen bei der Erforschung dieser rätselhaften Krankheit. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und steht der Preisträgerin für ihre Forschungsarbeiten zur Verfügung.

Defekte in den beiden Genen TSC1 und TSC2 gelten als verantwortlich für die Erkrankung. Die Mutationen können von den Eltern vererbt werden oder im Laufe des Lebens neu entstehen. Die beiden Gene enthalten die Bauanleitungen für zwei Proteine, die zusammen einen Komplex bilden, der einen der „Hauptschalter" der Zelle (mTOR) beeinflusst und so das Zellwachstum steuert. Ist der TSC-Komplex durch Mutationen verändert, so ist der Hauptschalter aktiver als unter gesunden Bedingungen, was nach Meinung der Experten zur Entstehung der zahlreichen gutartigen Tumoren führt.

Tamara Prentzell erhält die diesjährige Auszeichnung für zwei Forschungsansätze, die das molekulare Verständnis für die Erkrankung verbessern und dadurch möglicherweise neue Therapiemöglichkeiten aufzeigen können. So hat die Wissenschaftlerin das Bindeprotein identifiziert, das der TSC-Komplex benötigt, um den relevanten Zell-Schalter hemmen zu können. Wird die Produktion dieses Bindeproteins gedrosselt, so kommt es häufiger zu epileptischen Anfällen, konnte das Team um Prentzell an Zebrafischen zeigen. Das Bindeprotein könnte darüber hinaus bei der Metastasierung von Krebszellen eine Rolle spielen.

In einem weiteren Projekt will Prentzell zukünftig untersuchen, ob und wie eine Verschiebung des Gleichgewichts neurotoxischer Abbauprodukte der Aminosäure Tryptophan in den Hirntumoren der Tuberöse Sklerose-Patienten für die epileptischen Anfälle verantwortlich ist. Diese Substanzen könnten dann möglicherweise mit Medikamenten beeinflusst und so das Auftreten von epileptischen Anfällen reduziert werden.

Tamara Prentzell, Jahrgang 1985, studierte Biologie an der Universität Freiburg. Für ihre 2018 abgeschlossene Promotion forschte sie in Freiburg sowie an der Universität Groningen in den Niederlanden. Seit Februar 2016 ist Tamara Prentzell wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DKFZ-Juniorgruppe Hirntumor-Metabolismus.

Ein Bild der Preisträgerin steht zum Download zur Verfügung unter:
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2019/bilder/Tamara-Prentzell.jpg 

Nutzungshinweis für Bildmaterial zu Pressemitteilungen
Die Nutzung ist kostenlos. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gestattet die einmalige Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Thema der Pressemitteilung bzw. über das DKFZ allgemein. Bitte geben Sie als Bildnachweis an: „Quelle: Conny Ehm".
Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nur nach vorheriger Rücksprache mit der DKFZ-Pressestelle (Tel. 06221 42 2854, E-Mail: presse@dkfz.de) gestattet. Eine Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist untersagt.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Archiv Pressemitteilungen

Durchsuchen Sie unser Pressemitteilungsarchiv nach einem bestimmten Thema oder Jahr für Jahr.

RSS-Feed auf www.dkfz.de

Sie können unseren RSS-Feed ganz einfach abonnieren - unkompliziert und kostenlos.

RSS-Feed
nach oben
powered by webEdition CMS