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Veranstaltung des Krebsinformationsdienstes: Expertenforum zum Thema Selbsthilfe

Nr. 47 | 27.08.2018 | von jg

Im Austausch mit anderen lässt sich Vieles leichter durchstehen. Das gilt auch für Menschen mit der Diagnose Krebs. Mit gleichfalls Betroffenen ins Gespräch kommen und die Gewissheit haben, mit seiner Krebserkrankung nicht allein zu sein - dies und mehr bieten Selbsthilfegruppen. Gab es früher vor allem Aktivitäten von Gruppen vor Ort, so steht die Online-Vernetzung immer mehr im Mittelpunkt. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Arbeit der Selbsthilfe? Dieser Frage geht das 3. Patientenforum des Krebsinformationsdienstes am 10. November in Heidelberg nach.

© dkfz.de

"Bei der Bewältigung der Krebserkrankung spielt die Selbsthilfe für viele Betroffene eine wichtige Rolle. Deshalb richtet sich unser diesjähriges Patientenforum bereits zum dritten Mal insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe", so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Unter dem Titel "Krebsselbsthilfe 2018 - zwischen Gruppentreffen, Chats und Online-Foren" diskutieren Experten mit Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe zu Chancen und Herausforderungen der Online-Vernetzung. Themen sind unter anderem: Tipps und Tricks im Umgang mit Social Media, neue Angebote im Bereich eHealth sowie der Schutz von Patientendaten im Internet. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/info/patientenforum2018/. Der Krebsinformationsdienst ist bekannt als der bundesweite Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Krebs. Betroffene und Angehörige können das Informationsangebot kostenlos unter 0800-420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de nutzen.

Selbsthilfe bietet multimediales Angebot
Selbsthilfegruppen können zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung eine Hilfe und Unterstützung sein. In Gesprächen tauschen Betroffene ihre Erfahrungen aus und geben praktische Tipps zum Umgang mit der Erkrankung. Ausflüge und Unternehmungen in der Gruppe bieten die Möglichkeit, sich abzulenken und Abstand zur eigenen Krankheit zu gewinnen. Viele Selbsthilfeorganisationen organisieren eigene Informationsveranstaltungen oder sind auf Patientenkongressen vertreten. Sie bieten zudem umfassende Informationen und Materialien an, beantworten Fragen am Telefon oder diskutieren in Foren. Dank einfach zu bedienender Technik wie der Videoschaltung, muss auch online auf das visuelle Miteinander nicht mehr verzichtet werden. Informationen, Suchmöglichkeiten und Links zu einer Auswahl bundesweit aktiver Selbsthilfeorganisationen bietet der Krebsinformationsdienst unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/selbsthilfe.php.

Zukunftsfragen
"Das Image der Selbsthilfegruppen befindet sich im Wandel. Das liegt sicher auch an den innovativen Kommunikationskanälen, die inzwischen zur Verfügung stehen. Diese bieten viele Vorteile, werfen gleichzeitig jedoch neue Fragen auf, denen sich die Selbsthilfe in der Zukunft stellen muss", so Weg-Remers: Kann ein Online-Forum ein Gruppentreffen ersetzen? Wie können Menschen mit geringer Online-Affinität erreicht werden? Was ist mit Menschen, die in Regionen ohne engagierte Gruppen vor Ort wohnen? Wie kann man den Anliegen von jungen Betroffenen gerecht werden? "Wir freuen uns im November auf eine engagierte Diskussion mit allen Beteiligten."

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortet alle Fragen rund um das Thema Krebs - am Telefon (0800-420 30 40), per E-Mail (krebsinformationsdienst@dkfz.de) sowie in persönlichen Sprechstunden in Heidelberg und Dresden. Das geschulte Ärzteteam geht mit fundierten fachlichen Informationen auf individuelle Fragen ein. Die Internetseite www.krebsinformationsdienst.de liefert aktuelles Wissen, nützliche Tipps und Adressen. Mit eigener Telefonnummer (0800-430 40 50) und E-Mail-Adresse (kid.med@dkfz.de) ist der KID auch Anlaufstelle für medizinische Fachkreise. Der Krebsinformationsdienst ist ein kostenfreies Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums. Er kann daher unabhängig informieren, frei von Interessenkonflikten und ohne Werbung.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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