Kommunikation und Marketing

Krebsprävention - eine globale Aufgabe

Gesundheitsminister aus Namibia informiert sich im Deutschen Krebsforschungszentrum

Nr. 31a2 | 18.05.2018 | von Grö

Gäste und Gastgeber sehen den Kampf gegen Krebs als globale Zukunftsaufgabe an: Axel Tibinyane, Ministerium für Gesundheit und Soziales der Republik Namibia, Prof. Dr. Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ, Dr. Bernard Haufiku, Minister für Gesundheit und Soziales der Republik Namibia und Prof. Dr. Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand des DKFZ (v.l.n.r.).
© Jung/DKFZ

Während die Krebssterblichkeit in den Industrienationen seit Jahren sinkt, steigt sie in anderen Teilen der Welt wie beispielsweise in Afrika dramatisch an. Bernard Haufiku, Minister für Gesundheit und Soziales der Republik Namibia, informierte sich daher bei seinem heutigen Besuch im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) über Präventionsstrategien sowie über die neuesten Erkenntnisse der Tumorvirologie und der Translationalen Onkologie, der Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und ihrer praktischen Anwendung.

Namibia hat zwar eines der besten medizinischen Systeme des afrikanischen Kontinents, mit der höheren Lebenserwartung und durch die Übernahme eines westlichen Lebensstils steigt aber auch dort die Krebshäufigkeit. Oft stecken auch Infektionskrankheiten hinter den Krebserkrankungen. So führen Hepatitis B und C häufig zu Leberkrebs, humane Papillomviren (HPV) zu Gebärmutterhalskrebs.

"Gerade in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen sind kosteneffiziente und wirksame Präventionsangebote dringend erforderlich", so Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ. Zur verbesserten Prävention HPV-bedingter Tumoren im weniger wohlhabenden Teil der Welt trägt auch die Entwicklung neuer HPV-Impfstoffe im DKFZ bei. "Ein neuer, hitzestabiler Impfstoff, der ohne Kühlung auskommt, kann kostengünstiger produziert und transportiert werden und damit die Impfraten dort steigern, wo HPV-Prävention am dringendsten benötigt wird. Krebsprävention ist eine globale Zukunftsaufgabe, zu deren Lösung das DKFZ beitragen kann", erklärte Baumann.

"Bildung, Wissenschaft und Forschung nehmen einen wachsenden Stellenwert in Afrika und dem Nahen Osten ein und es bestehen bereits exzellente Institutionen", sagte Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand des DKFZ. "Die Bandbreite an Kooperationsmöglichkeiten mit internationalen Forscherteams wächst - partnerschaftlich und für einen beiderseitigen Mehrwert. Das haben wir in den vergangenen Monaten in einer Reihe von Gesprächen festgestellt."

Bernard Haufiku und die ihn begleitende Delegation zeigten sich sehr beeindruckt von der Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums und den einzigartigen interdisziplinären Möglichkeiten, die das Zentrum auf dem Campus Neuenheimer Feld hat.

Ein Bild zur Mitteilung steht zum Download zur Verfügung:
https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2018/bilder/Tibinyane-Baumann-Haufiku-Puchta-1.jpg

BU: Gäste und Gastgeber sehen den Kampf gegen Krebs als globale Zukunftsaufgabe an: Axel Tibinyane, Ministerium für Gesundheit und Soziales der Republik Namibia, Prof. Dr. Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ, Dr. Bernard Haufiku, Minister für Gesundheit und Soziales der Republik Namibia und Prof. Dr. Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand des DKFZ (v.l.n.r.).

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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