Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

DKTK Frankfurt: Bundespräsident beruft DKTK-Krebsforscherin Simone Fulda erneut in den Wissenschaftsrat

Nr. 07b | 09.02.2015 | von Sok/Frankfurt

Zum 1. Februar 2015 wurde die Expertin für experimentelle Tumorforschung wieder als Mitglied des wichtigsten Beratungsgremiums zur Wissenschaftspolitik ausgewählt.

Prof. Simone Fulda wurde von Bundespräsident Joachim Gauck zum 1. Februar 2015 für eine erneute dreijährige Amtszeit in den Wissenschaftsrat berufen
© Universitätsklinikum Frankfurt/Simone Fulda

Professor Simone Fulda gehört dem Rat bereits seit Februar 2012 an. Sie leitet im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) gemeinsam mit Professor Wolfgang Hiddemann (DKTK-München) und Professor Roland Schüle (DKTK-Freiburg) das Forschungsprogramm „Signalwege in der Krebsentstehung“. Gleichzeitig ist sie vor Ort stellvertretende Standortkoordinatorin sowie Principal Investigator für viele weitere DKTK-Forschungsvorhaben. Am Standort Frankfurt ist sie Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen des Universitätsklinikums Frankfurt. „Es ist für mich und unsere Forschung eine große Auszeichnung, erneut in den Rat berufen worden zu sein“, sagt Simone Fulda. „Ich freue mich auf die verantwortungsvolle und spannende Aufgabe.“

„Wir freuen uns über die erneute Berufung von Simone Fulda in den Wissenschaftsrat. Sie ist eine hervorragende Wissenschaftlerin und Krebsforscherin. Ihre erneute Berufung zeigt, dass wir im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung nicht nur in der Forschung bestens aufgestellt sind, sondern auch politisch zunehmend eine Rolle spielen“, gratuliert Professor Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums und Sprecher des DKTK.

Simone Fulda erforscht den programmierten Zelltod, die Apoptose. Diese ist wichtig, damit Gewebe im Körper gesund und im Gleichgewicht bleiben. Sind Zellen zum Beispiel fehlerhaft, leiten sie automatisch ihren eigenen Tod ein, um den restlichen Organismus vor Schäden zu schützen. Bei Krebszellen ist dieses Gleichgewicht typischerweise gestört. Die Wissenschaftlerin erforscht neue medikamentöse Behandlungsansätze, um dieses Selbsttötungsprogramm gezielt in Krebszellen wieder in Gang zu setzen und damit neue Perspektiven für eine individualisierte Krebstherapie zu entwickeln. Für ihre Forschungsbeiträge ist sie bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden.

Simone Fulda, Jahrgang 1968, studierte Medizin in Köln, Boston, San Francisco, Phoenix und Dublin, gefördert durch Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. 1995 schloss sie ihr Studium und die Promotion ab, 2001 folgten die Facharztqualifikation sowie die Habilitation. 2002-2007 war sie Heisenberg-Stipendiatin der DFG, 2007-2010 DFG-Forschungsprofessorin an der Universität Ulm. Seit Mitte 2010 ist Simone Fulda Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie am Universitätsklinikum Frankfurt. Außerdem besetzt sie Schlüsselstellen in zahlreichen internationalen Forschungsorganisationen.

Der Wissenschaftsrat ist eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremien in Deutschland. Er besteht aus zwei gleichberechtigten Kommissionen: der Wissenschaftlichen Kommission sowie der Verwaltungskommission. Erstere setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Repräsentanten des öffentlichen Lebens zusammen, die zweite aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Länder. Das Gremium berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung sowie zu übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems.

In die Wissenschaftliche Kommission beruft der Bundespräsident Forscherinnen und Forscher, die wissenschaftliche Exzellenz mit wissenschaftspolitischer Kompetenz und Erfahrung verbinden. Ihre Aufnahme in das Gremium erfolgt auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Die Amtszeit beträgt jeweils drei Jahre. 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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