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Das Krebsgenomprojekt: Vom individuellen Krebs zur persönlichen Behandlung

Nr. 35a | 14.07.2014 | von Sel

Fortsetzung der Vortragsreihe "Krebsforschung aktuell" am Deutschen Krebsforschungszentrum

© dkfz.de

Anlässlich des 50-jährigen DKFZ-Jubiläums lädt das Zentrum zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein. Unter dem Motto „Krebsforschung aktuell“ berichten Wissenschaftler aus dem Haus für jedermann verständlich über die neuesten Erkenntnisse aus der Krebsforschung. Professor Peter Lichter erklärt am 18.Juli, welche Rolle Krebsgene bei der Entstehung von Krebs spielen, warum jeder Krebspatient seine ganz persönliche Krankheit hat und warum die Suche nach Krebsgenen völlig neue Möglichkeiten für die Behandlung eröffnet. Im Anschluss gibt es einen Imbiss. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Bisher unterteilten Ärzte und Patienten Krebsarten anhand des Organs, in dem die Krankheit auftritt, also etwa in Brust-, Darm- oder Prostatakrebs. Doch die Herkunft allein kann häufig nicht vorhersagen, wie sich die Krankheit entwickeln wird und welche Behandlung am besten anschlägt. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass Tumoren aus demselben Organ häufig große Unterschiede aufweisen, während Tumoren unterschiedlicher Herkunft gelegentlich die gleichen genetischen Veränderungen zeigen. Um herauszufinden, welche Mutationen bei welchen Krebsarten besonders wichtig sind, haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit im Krebsgenomprojekt zusammengeschlossen. Auch das DKFZ ist beteiligt und untersucht u.a. Hirntumoren von Kindern. Peter Lichter gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die Forschung zu Krebsgenen und erklärt, warum die Forscher hoffen, Krebs in Zukunft individuell für den einzelnen Patienten und damit wirksamer und gleichzeitig nebenwirkungsärmer behandeln zu können.

Seit 50 Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) „für ein Leben ohne Krebs.“ Dieses große Ziel kann man auf verschiedenen Wegen erreichen: Indem man verhindert, dass Krebs überhaupt entsteht. Indem man ihn rechtzeitig entdeckt und so vollständig entfernen kann. Indem man mittels einer genauen Diagnose die optimale Therapie auswählt. Und indem man Rückfälle verhindert. Auf allen Gebieten forschen die Wissenschaftler im DKFZ. Dabei haben sie entscheidende Erfolge erzielt, von denen einige schon Einzug in die Klinik gehalten haben. Die Vorträge finden statt jeweils freitags um 17:00 Uhr im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg. Interessierte sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Die Themen im Überblick:

Achtung, Termin geändert: Das Krebsgenomprojekt: Vom individuellen Krebs zur persönlichen Behandlung, 18. Juli 2014

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung, den Sie herunterladen können unter:
www.dkfz.de/de/aktuelles/download/Flyer-Vortragsreihe-Jubilaeum2014.pdf

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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