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Der Krebsinformationsdienst KID - Außenstelle Dresden: Erste Zwischenbilanz: Erfolg nach drei Monaten

Nr. 34 | 02.06.2010 | von (HIL/nis)

Die vom Deutschen Krebsforschungszentrum am Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) eingerichtete erste Außenstelle des Krebsinformationsdienstes wird seit Eröffnung am 1. März 2010 rege genutzt. Wie eine erste Zwischenbilanz zeigt, hat sich die Anzahl der Anrufer aus den östlichen Bundesländern im Vergleich zu den Vormonaten mehr als verdoppelt. Darunter sind vor allem Krebspatienten und ihre Angehörigen. Die Außenstelle in Dresden ist, wie der bundesweite Krebsinformationsdienst in Heidelberg, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 - 420 30 40 täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr zu erreichen.

Die Ärztinnen der Außenstelle des Krebsinformationsdienstes in Dresden bei der Arbeit. Foto: Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC)
© dkfz.de

Mit der Einrichtung der Außenstelle in Dresden konnte der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums sein Angebot noch mehr Menschen zugänglich machen. Insbesondere in den östlichen Bundesländern kannten bisher zu wenige Krebspatienten und ihre Angehörigen diese Möglichkeit, sich aktuelles, qualitätsgeprüftes und fundiertes Wissen über Krebs zu verschaffen. Wählt man die kostenlose Nummer, erkennt das Telefonsystem Anrufe aus den östlichen Bundesländern und leitet diese direkt nach Dresden. Dort arbeiten inzwischen drei ärztliche Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes, die genau wie die Mitarbeiter in Heidelberg eine intensive Schulung durchlaufen haben und auf alle Informationen zugreifen können, die der Krebsinformationsdienst täglich aktuell recherchiert und zum Thema Krebs vorhält.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Universitäts KrebsCentrum Dresden vermelden erste deutliche Erfolge beim Aufbau der Außenstelle: In den ersten drei Monaten hat sich die Zahl der Anrufer aus den östlichen Bundesländern im Vergleich zu den Vormonaten mehr als verdoppelt. Insbesondere Betroffene aus Sachsen haben das Angebot telefonischer Information genutzt. Vorwiegend wandten sich Krebspatienten sowie ihre Angehörigen und engen Freunde an den Dienst.

Die Anfragen an die Außenstelle Dresden unterscheiden sich inhaltlich kaum von denen der Nutzer aus dem Westen Deutschlands. Von Interesse waren vor allem die Vorbeugung, Früherkennung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen sowie Informationsmaterialien und Adressen fachlich kompetenter und Wohnort naher Ansprechpartner. Die Themen Brustkrebs und Prostatakrebs bestimmten die meisten Gespräche - sie waren für über 42 Prozent der Anfragen der Anlass, den Krebsinformationsdienst in Dresden anzurufen. Frauen stellen in ganz Deutschland die Mehrzahl der Nutzer, ihr Anteil liegt bei 53 Prozent in den östlichen und bei knapp 57 Prozent in den westlichen Bundesländern. Die durchschnittliche Gesprächsdauer lag, unabhängig von der Herkunft der Anrufer, bei etwas über einer Viertelstunde.
Als bundesweiter Dienst steht der Krebsinformationsdienst im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und in der Außenstelle Dresden jedem Bürger bei Fragen zum Thema Krebs zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat der Dienst rund 33.000 individuelle Anfragen beantwortet. Sowohl im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wie auch in der neuen Außenstelle am Universitäts KrebsCentrum Dresden will der Dienst bis Jahresende seine Kapazitäten noch deutlich ausweiten, so dass mehr Menschen als bisher ihre Fragen zum Thema Krebs stellen können.

Der Krebsinformationsdienst informiert unter der bundesweit kostenlosen Telefonnummer 0800 - 420 30 40, per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de und im Internet unter www.krebsinformationsdienst.de. Mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird der Krebsinformationsdienst derzeit zum Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation ausgebaut.

Das Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) ist bundesweit eines von elf „Onkologischen Spitzenzentren“ der Deutschen Krebshilfe e.V. Diese Auszeichnung erhielt das UCC 2007 nach einer internationalen Begutachtung als eines der ersten Spitzenzentren in Deutschland. Das Universitäts KrebsCentrum Dresden wurde 2003 gemeinsam vom Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus als Comprehensive Cancer Center für umfassende interdisziplinäre Versorgung krebskranker Patienten, Krebsforschung und Lehre gegründet. Seit 2004 ist das UCC nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
Im Universitäts KrebsCentrum Dresden arbeiten in sämtlichen onkologischen Disziplinen hoch spezialisierte Fachärzte zusammen, um für die einzelnen Patienten eine individuell abgestimmte, optimale multidisziplinäre Therapie zu erzielen. Viele Spezialisten sind nicht nur erfahrene Ärzte, sondern darüber hinaus als Hochschullehrer und Krebsforscher tätig. Damit ist sichergestellt, dass der modernste Wissensstand bei jedem Schritt von der Diagnostik bis zur Behandlung berücksichtigt wird.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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