Projekte der Arbeitsgruppe Epidemiologische Grundlagen der Krebsprävention

Gebärmutterhalskrebs-Screening

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit eine der häufigsten Krebsarten (etwa 400 000 Neuerkrankungsfälle jährlich, 10 % aller Krebsfälle bei Frauen). Aufgrund einer wirksamen Früherkennung ist in Deutschland diese Krebsart mit etwa 6500 Neuerkrankungsfällen jährlich (4 %) weitaus seltener. Gleichwohl besteht nach wie vor Unsicherheit hinsichtlich der Screeninghäufigkeit und geeigneter Kriterien für eventuell erforderliche chirurgische Eingriffe. Die meisten der bei der Früherkennung entdeckten Läsionen hängen mit Infektionen mit Papillomviren (HPV) zusammen, die vorübergehend sind, so daß sich die Veränderungen von selbst wieder zurückbilden. Allerdings entwickelt sich ein kleiner Teil dieser Veränderungen zu Gebärmutterhalskrebs weiter. Da die HPV-Infektion notwendige Voraussetzung für die Entstehung dieser Krebsart ist, versucht man neuerdings, durch einen spezifischen Test auf Papillomviren die Bekämpfung des Gebärmutterhalskrebses effizienter zu machen. Allerdings kann dieser Test nicht zwischen vorübergehenden und persistenten Infektionen unterscheiden. Nur letztere entwickeln sich zu Krebs. Das Risiko unnötiger chirurgischer Eingriffe nimmt durch diesen Test daher eher noch zu.

Ein im DKFZ entwickelter neuartiger Test (p16INK4a) ist in der Lage, spezifisch die persistenten, d.h. mit hohem Risiko zu Gebärmutterhalskrebs führenden Veränderungen zu identifizieren. Gegenwärtig wird eine randomisierte epidemiologische Studie vorbereitet, mit der dessen Eignung für einen Einsatz beim Screening überprüft wird. Eine nicht-randomisierte Vorstudie zur Bestimmung von Sensitivität und Spezifität des Tests wurde bereits begonnen.

Weitere Informationen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DKFZ

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