Prof. Dr. Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DKFZ, beschreibt das Ziel: „Mit dieser Zusammenarbeit schlagen wir in dem wichtigen Bereich der Gesundheitsprävention eine Brücke zwischen Helmholtz und Leibniz. Das DKFZ und das BIPS verbinden ihre komplementären Stärken, um Forschungsergebnisse noch gezielter dafür einzusetzen, Krebserkrankungen zu vermeiden und die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten. Dabei spielt das Nationale Krebspräventionszentrum, das wir in strategischer Partnerschaft mit der Deutschen Krebshilfe aufbauen, eine zentrale Rolle.“
Prof. Dr. Iris Pigeot, Direktorin des BIPS, ergänzt: „Beide Häuser teilen die Vision einer Zukunft, in der Krebs gar nicht erst entsteht oder so früh erkannt wird, dass er gut behandelbar ist. Die Partnerschaft schafft dafür eine Plattform, um Daten und Expertise strukturiert auszutauschen. Mich freut besonders, dass hier zwei Wissenschaftsorganisationen zusammenfinden – Helmholtz und Leibniz. Das ist ein Signal für eine stärker integrierte Präventionsforschung in Deutschland.“
Zusammenarbeit auf vier Ebenen
Die beiden Forschungseinrichtungen wollen ihre Zusammenarbeit auf vier Ebenen stärken und dadurch Synergieeffekte schaffen. Hierzu zählen u. a. die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen und Datenbeständen, die Nachwuchsförderung, die Politikberatung zur Krebsprävention und die Entwicklung von konkreten Kooperationsprojekten.
Erste gemeinsame Projekte, finanziert durch die Deutsche Krebshilfe bzw. die Europäische Union, starten bereits dieses Jahr. Dabei wird es um die Umsetzung eines risikoadaptierten Prostatakrebs-Screenings in Deutschland gehen. Die beiden Forschungseinrichtungen werden dabei in der Rhein-Neckar-Region und in Bremen unterschiedliche, sich ergänzende Zugangswege testen. Ziel ist es, herauszufinden, wie hoch die Teilnahme an diesem Screening in Deutschland wäre und inwiefern sie durch niedrigschwellige Zugangswege gesteigert werden kann.
Quelle: Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS