Nr. 62

Helmholtz-Doktorandenpreis für Mariam Amghar

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In ihrer Doktorarbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat Mariam Amghar untersucht, warum manche Prostatakrebspatienten auf radioaktive Medikamente ansprechen, andere dagegen nicht. Ihre Ergebnisse können dazu beitragen, die Behandlung in Zukunft besser auf den einzelnen Patienten zuzuschneiden.

Mariam Amghar erhält den Helmholtz-Doktorandenpreis in der Kategorie „Gesundheit“. Am DKFZ forschte sie zu im Blut zirkulierender Tumor-DNA und Genveränderungen in Prostatatumoren, die sie mit klinischen Parametern wie etwa Tumormarkern und Therapieverläufen verknüpft. Ihr Ziel ist es vorherzusagen und zu erklären, warum eine spezielle Radionuklidtherapie, die sogenannte PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie, gegen fortgeschrittenen Prostatakrebs bei manchen Patienten anspricht und bei anderen nicht. Damit soll die Behandlung besser auf den einzelnen Patienten angepasst werden.

Die in dieser Studie untersuchten Behandlungen basieren auf einem Radiopharmakon, für das die wissenschaftlichen Grundlagen am DKFZ gelegt wurden und das seitdem in der klinischen Praxis weit verbreitet ist. Patienten mit metastasiertem, hormonresistentem Prostatakrebs können von diesen Therapien profitieren. Nuklearmediziner verabreichen radioaktive Substanzen, die sich spezifisch an Krebszellen binden oder von diesen aufgenommen werden, wodurch die Zellen bestrahlt und abgetötet werden.

„Mariams Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Wege zu finden, um diejenigen Patienten zu identifizieren, die am meisten von der Therapie profitieren, und eine frühzeitigere Erkennung von Therapieresistenzen ermöglichen“, sagt Martina Benesova-Schäfer, die Mariam Amghar als Doktorandin im DKFZ betreut hat.

Die Helmholtz-Gemeinschaft würdigt diese exzellente Leistung mit einem der diesjährigen Doktorandenpreise. Mit den Preisen zeichnet die Gemeinschaft jährlich in jedem ihrer sechs Forschungsbereiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus, die ihre Promotion an einem Helmholtz-Zentrum durchgeführt und mit hervorragendem Ergebnis abgeschlossen haben. Die Helmholtz-Doktorandenpreise sind mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro dotiert. Dazu kommt eine Reise- und Sachkostenpauschale für einen Forschungsaufenthalt im Ausland von bis 12.000 Euro. 

Mariam Amghar studierte Pharmazeutische und Medizinische Biotechnologie an den Universitäten Florenz und Padua, Italien. Nach Forschungsaufenthalten an der Universität Bern und dem Institut für Virologie und Immunologie, Bern, Schweiz, promovierte sie am DKFZ. Derzeit forscht Mariam Amghar als Postdoktorandin an der Harvard Medical School und dem Massachusetts General Hospital, Boston, USA, sowie als Postdoktorandin am Broad Institute des MIT und der Harvard-Universität.

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Über das DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.

Um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern, betreibt das DKFZ gemeinsam mit exzellenten Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland Translationszentren:

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT, 6 Standorte)
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK, 8 Standorte)
  • Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) Heidelberg
  • Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON) Mainz – ein Helmholtz-Institut des DKFZ
  • DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim
  • Nationales Krebspräventionszentrum (gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe)

Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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