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Einführung

Definition

Eine einfache Definition für genetisch veränderte Tiere lautet: Als transgene Versuchstiere bezeichnet man Tiere, bei denen durch Einführen fremder DNA eine Erbgutveränderung erreicht wurde und die dadurch zu künstlichen Mutanten wurden (ATBW Empfehlung, 1994).

Die hergestellten genetisch veränderten DNA Sequenzen, können entweder zufällig (bei der Vorkerninjektion) oder zielgerichtet (bei der ES-Zell-Mikroinjektion) in ein Empfängergenom übertragen werden. Die fremde DNA kann in die Wirts DNA eingebaut werden und das "neue" Gen kann ein funktionales Protein exprimieren oder die Expression eines endogenen Gens kann verändert werden (z.B. still gelegt werden).

Pronukleare Mikroinjektion in Zygoten

Bei der DNA Mikroinjektion wird fremde DNA in die Vorkerne von befruchteten Maus-Eizellen (Zygoten) injiziert. Den so behandelten Embryo bringt man anschließend in den Eileiter einer Ammenmaus. Ein Teil der Embryonen entwickelt sich nach der Implantierung in der Gebärmutter bis zur Geburt weiter. Von den neugeborenen Mäusen hat ein Teil die fremde DNA in den eigenen Chromosomen integriert. Diese Tiere nennt man transgene Mäuse.

Mikroinjektion von ES Zellen in Blastozysten

ES-Zell Targeting

Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) sind Zellen, die ursprünglich aus einem Mausembryo isoliert worden sind. Bei der ES-Zell-Kultivierung/ "targeting" lässt man die ES-Zellen auf Nährzellen (inaktivierte Mausfibroblasten) und in Anwesenheit von Leukämie-inhibierendem-Faktor (LIF) wachsen. Auf diese Weise verhindert man die Differenzierung. Mittels Elektroporation schleust man ein "targeting" Konstrukt in embryonale Stammzellen (ES-Zellen) ein. Dadurch kann ein bestimmtes Gen in diesen Zellen genetisch verändert werden.

Mikroinjektion in Blastozysten

Bei der ES-Zell-Mikroinjektion hat man, im Gegensatz zur DNA Mikroinjektion, die Möglichkeit, den Einbau der DNA zu steuern. Die transfizierten ES-Zellen werden dann in Mausembryonen (Blastozysten) injiziert, wo sie in den sich entwickelnden Embryo integrieren. Der bedeutendste Vorteil dieser Technik ist, dass sich ES-Zellen, die das Transgen enthalten, vor der Injektion selektieren lassen. Man kann dadurch genetisch veränderte Mäuse mit Mutationen in bestimmten Genen erzeugen (z.B. Knockout-Mäuse).

Letzte Aktualisierung: 03.11.2006 Seitenanfang