Zyklotron

Negative Ionen-Zyklotron-32 MeV MC32NI am DKFZ für die Herstellung von Radionukliden (Länge x Breite x Höhe = 4,0 mx 3,5 mx 2,2 m, Gewicht = 60 t).
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Ein Negativ-Ionen-Zyklotron vom Typ MC32NI der Firma Scanditronix (Uppsala/ Schweden) wurde 1991 als Nachfolger des AEG-Kompaktzyklotrons in Betrieb genommen. Es dient der Herstellung kurzlebiger Radioisotope für die nuklearmedizinische Funktionsdiagnostik einschließlich Positronen-Emissionstomographie (PET). Ionenströme und Energien sind so ausgelegt, dass praktisch jedes für die radiologische und biologische Forschung relevante Nuklid erzeugt werden kann.

Das Isochron-Zyklotron arbeitet mit festem Magnetfeld (im Mittel 1,59 Tesla) und fester Frequenz (ca. 24 MHz). Negative Wasserstoff- oder Deuterium-Ionen aus einer Doppel-Ionenquelle vom Penning-Typ werden auf 32 bzw. 16 MeV beschleunigt und verlassen nach Stripping an einer Kohlenstoff-Folie als Protonen und Deuteronen den Beschleuniger. Externe Ionenströme von mindestens 60 µA können erzeugt werden. Der Einbau eines zweiten Folienextraktors zur Extraktion eines weiteren Ionenstrahls ist vorgesehen. Die Energie der Teilchen läßt sich durch Veränderung der radialen Position der Extraktionsfolie zwischen 50 und 100 % der Endenergie variieren.

Konstruktionsdaten:
Abmessungen über alles: 3,4 m x 4,0 m x 2,35 m
Magnet 2,98 m x 1,35 m x 3,06 m
Polschuhdurchmesser 1,35 m
Gewicht ca. 60 to
elektrische Leistungsaufnahme 185 kVA

Im Rahmen dieser Möglichkeiten können nach Absprache auch Bestrahlungen für externe Experimentatoren für physikalische, biologische, radiochemische oder technische Versuche durchgeführt werden.

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