Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Handhygiene - für Krebspatienten nicht nur in Zeiten von Corona wichtig

Nr. 26k | 04.05.2021 | von jg

Das Thema Handhygiene hat seit dem letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie zwangsläufig an Aufmerksamkeit gewonnen. Für Krebspatienten sind Händewaschen und Desinfizieren aber auch über den Schutz vor Covid-19 hinaus wichtig – vor allem, wenn ihre Immunabwehr geschwächt ist, etwa aufgrund von Chemo- oder Strahlentherapie. In dieser Situation ist ihr Infektionsrisiko erhöht und sie sind anfälliger für Krankheitserreger aller Art. Gerade für sie sind Hygienemaßnahmen daher eine wichtige Maßnahme, um Keimen möglichst keine Angriffsfläche zu bieten. Der Welttag der Handhygiene am 5. Mai ist eine willkommene Gelegenheit, die wichtigsten Empfehlungen für Krebspatienten auf den Punkt zu bringen – findet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

© Schwerdt/Krebsinformationsdienst

Bei immungeschwächten Krebspatienten können Infektionen zu schweren Erkrankungen führen. Die Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen, auch durch Angehörige, kann das Infektionsrisiko für Betroffene senken, indem mögliche Infektionsketten unterbrochen werden. Wie wichtig die Handhygiene ist, hat das letzte Jahr gezeigt. Bevor es die Corona-Impfung gab, waren die sogenannten AHA-Regeln zunächst die einzige Präventiv-Maßnahme, die der Pandemie entgegensetzt werden konnte. „Für Krebspatienten, die noch nicht geimpft sind, ist das nach wie vor eine dringend erforderliche Maßnahme, um sich vor Corona-Viren, aber auch allen anderen Keimen zu schützen", so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Beim Krebsinformationsdienst beantworten Ärztinnen und Ärzte kostenlos alle Fragen zu Krebs – täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr telefonisch unter 0800-420 30 40 und unter der E-Mail krebsinformationsdienst@dkfz.de

Händewaschen – Tipp Nummer eins
Man kann es nicht oft genug sagen: Händewaschen, aber richtig, ist eine effektive und im Grunde einfach umzusetzende Maßnahme. Darauf ist zu achten:

  • Gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Immer wieder: Wenn man nach Hause kommt, vor dem Zubereiten und Essen von Speisen, nach dem Toilettengang
  • Ausreichend lange: 20–30 Sekunden
  • Handrücken, Fingerzwischenräume, Fingernägel und Daumen nicht vergessen
  • Nach dem Spülen mit fließendem Wasser sorgfältig abtrocknen

Händedesinfektion
Aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos kann es sein, dass Krebspatienten zusätzlich die Verwendung von Desinfektionsmitteln empfohlen wird. Die behandelnden Ärzte und Pflegefachleute geben Betroffenen meist klare Anweisungen, ob, wann und welche Desinfektionsmittel oder weitere Maßnahmen in der individuellen Situation sinnvoll sind. Wichtiger Hinweis: Das Mittel sollte ausreichend lange auf der Haut einwirken. Angaben dazu sind den Anwendungsvorgaben des Produktes zu entnehmen. Wann soll desinfiziert werden? Nach einem Toilettenbesuch, vor der Zubereitung von Mahlzeiten, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten in die vorgehaltene Hand. Außerdem immer dann, wenn die Berührung von vielen Händen im Spiel ist, zum Beispiel nach dem Anfassen von Treppengeländern, Haltestangen in Bus oder Bahn, Klingelknöpfen oder Geld.

Richtige Reihenfolge beachten
Erst Hände waschen, dann desinfizieren – so lautet die Regel. Und nach dem Waschen gründliches Abtrocknen nicht vergessen, sonst wird das Desinfektionsmittel durch Wasserrückstände verdünnt und weniger wirksam. Hände waschen und desinfizieren kann die Haut angreifen und austrocknen. Rissige und trockene Hände stellen für Keime eine ideale Eintrittspforte dar. Das gilt es zu vermeiden, indem die Haut mit einer rückfettenden Handcreme gepflegt wird.

Weitere Empfehlungen sind auf der Webseite www.krebsinformationsdienst.de zu finden unter https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/schutz-vor-keimen/hygiene.php.

 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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