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Junge MINT-Talente: Ausgezeichnete Schülerprojekte beim 13. Schülersymposium

Nr. 29c | 09.05.2018 | von nis

Auf einem „Marktplatz der Ideen" stellten rund 160 Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsprojekte beim 13. Schülersymposium des Life-Sciene Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des ExploHeidelberg am Dienstag, den 8. Mai 2018, vor. Die Nachwuchsforscher aus Heidelberg und der Region präsentierten an diesem Tag im DKFZ ihre Projekte bei einer Posterausstellung und mit Vorträgen. Zudem wurde erstmals der MINT-Schulförderpreis für weiterführende Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar verliehen.

Drei Schulen aus Bensheim, Heidelberg und Mutterstadt können dank der Preisgelder vom MINT-Schulförderpreis innovative Projekte zur Förderung junger Talente im naturwissenschaftlich-technischen Bereich umsetzen.
© Jutta Jung/DKFZ

Das jährlich stattfindende Schülersymposium bietet die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über schulische und außerschulische Projekte im MINT-Fachbereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und bringt die Nachwuchsforscher mit Wissenschaftlern ins Gespräch. Die Experten berichten in Fachvorträgen jeweils über ein Schwerpunktthema aus der Forschung. In diesem Jahr ging es um Kunststoffe: Lisa Hanslik M.Sc. (Aquatische Ökologie und Toxikologie, Heidelberg) und Dr. Carsten Sinkel (Globales Marketing, BASF, Ludwigshafen) referierten über die zunehmenden Umweltprobleme durch Mikroplastik sowie über biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffe.

Neuer Programmpunkt beim Schülerforum war in diesem Jahr die Verleihung des MINT-Schulförderpreises, gestiftet von Hans-Peter Wild vom Rotary Club Heidelberg-Schloss. Jährlich vergeben, soll die Auszeichnung künftig Projekte an weiterführenden Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar im MINT-Fachbereich fördern. Eine Fachjury wählte die drei besten Beiträge aus über 20 eingereichten Projekten aus.

Dr. Katrin Platzer, die Leiterin des Life-Science Lab, einem innovativen Begabtenförderprogramm des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), das derzeit 250 Schüler umfasst, ist Mitglied der Jury. „Ich begleite das Schülersymposium von der ersten Veranstaltung vor 13 Jahren an und bin immer sehr beeindruckt von dem hohen Niveau, auf dem die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte präsentieren", erklärt sie. „Der nun ins Leben gerufene Preis belohnt die Eigeninitiative der Lehrer und Schüler und ermöglicht es über die geförderten Projekte an ihren Schulen, noch mehr junge Menschen für die Faszination der MINT-Fächer zu begeistern. Für seine großzügige Stiftung der Preisgelder sind wir Hans-Peter Wild daher sehr dankbar."

Der dritte Preis ging an die Integrierte Gesamtschule (IGS) Mutterstadt, die während einer Projektwoche zu ihrem 25jährigen Schuljubiläum in diesem Sommer ihren Schulgarten zum Outdoor-Klassenzimmer ausbauen möchte. Ziel ist es, den bestehenden Schulgarten vielfältiger zu gestalten und künftig noch stärker in den Unterricht einzubeziehen. Dabei sollen unter anderem die Sanierung des bestehenden Teiches, neue Hochbeete und eine wetterfeste Tafel helfen. Mit 2000 Euro Preisgeld lässt sich das Vorhaben nun verwirklichen.

Hand anlegen können die Schülerinnen und Schüler des Heidelberger Hölderlin-Gymnasium künftig in einer gut ausgestatteten MINT AG. Um den naturwissenschaftlichen Unterricht mit spannenden Projekten wie dem Bau eines selbstfahrenden Autos oder eines Forschungsquadrocopters zu vertiefen, kommen dank des zweiten Preises und einem Preisgeld von 3000 Euro künftig eine CNC Fräse, zwei Lötstationen, eine Standbohrmaschine sowie neue Elektronik-Bauteile zum Einsatz.

Der erste Preis ging an das Goethe-Gymnasium in Bensheim. Dort soll die „MINT-Garage" weiterentwickelt werden. Darin finden fachlich angeleitete Workshops und Projekte für Schüler und Schülerinnen aus Bensheim statt. Naturwissenschaftlich Interessierten soll sie zudem als „Offenes Labor" Treffpunkt und ein Ort zum eigenständigen Tüfteln, Ausprobieren und Experimentieren sein. Für den Ausbau steht nun das Preisgeld von 5000 Euro zur Verfügung.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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