Kommunikation und Marketing

Jahresempfang im DKFZ

Von internationaler Reputation und fliegenden Autos

Nr. 08c2 | 09.02.2018 | von Grö

Rund 400 Gäste sind am 8. Februar 2018 der Einladung des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums zum Jahresempfang gefolgt. Freunde und Förderer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeiter lauschten interessiert dem einstündigen Vortrag des Journalisten und Moderators Claus Kleber, der der Frage nachging: „Was können wir vom Silicon Valley lernen?“

Josef Puchta (links) und Michael Baumann (rechts) hießen den Gastredner den ZDF-Journalisten Claus Kleber willkommen.
© Uwe Anspach/DKFZ

Doch zunächst ließen die beiden Vorstände des DKFZ, Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand, und Josef Puchta, Kaufmännischer Vorstand, das vergangene Jahr Revue passieren. Zugleich gaben sie einen Ausblick auf das, was kommt.

Ein wichtiger Punkt: Die kontinuierliche Erweiterung des internationalen Netzwerks. 2017 wurden Kooperationen mit dem Princess Margaret Cancer Centre in Toronto, Kanada und mit der National Hellenic Research Foundation zum Aufbau des „Athens Comprehensive Cancer Center" geschlossen.

Forschung benötigt Platz und Geld: Deshalb bleiben Neubauten und Bauplanung auch in den kommenden Jahren ein zentrales Thema im DKFZ. Der Bezugstermin des Radiologischen Forschungs- und Entwicklungszentrums ist für den Herbst dieses Jahres geplant, ebenso wie das Richtfest des NCT Neubaus in Dresden noch 2018 stattfinden soll. Geplant sind ferner der Erweiterungsbau des NCT sowie ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Radiopharmazeutische Chemie.

Im Hinblick auf die private Forschungsunterstützung freut sich das DKFZ unter anderem über eine Zusammenarbeit mit der Dieter Morszeck Stiftung, die die Unterstützung einer Reihe von hochkarätigen Forschungsprojekten unter anderem im Bereich Radioonkologie für mehrere Jahre in Aussicht gestellt hat.

Michael Baumann verkündete den Superlativ des Abends, nämlich die erste Einschätzung einer internationalen Gutachterkommission, die das DKFZ Ende Januar 2018 als „One of the top Cancer Research Institutes worldwide” eingestuft hatte. Die wissenschaftlichen Leistungen erhielten das höchste Lob überhaupt: “Superlative international reputation”. Die Gutachter bescheinigten der Einrichtung eine starke Grundlagenforschung, starke und wachsende Translationsforschung. Insgesamt wurde das DKFZ mit “Outstanding” (höchste Einstufung) bewertet. Auf diesen sehr guten Ergebnissen baut das Krebsforschungszentrum weiter auf. Mit Blick auf die kommenden Jahre will der Vorstand die Grundlagenforschung weiter stärken, Translations-Plattformen mit klinischen Partnern erweitern, die Präventionsaktivitäten ausbauen und das Ausbildungsprogramm für junge Talents hinsichtlich Clinician and Medical Scientists ausbauen.

Der beliebte ZDF-Anchorman Claus Kleber machte in seinem Vortrag über das Silicon Valley noch einmal deutlich, wie sehr das Denken und der „Spirit“ in diesem vergleichsweise kleinen Flecken in Kalifornien unsere Welt verändert und noch weiter verändern wird. Er startete mit einem Auszug aus seinem Film: „Schöne neue Welt.“ Im Anschluss schilderte er, wie dort das „Unmögliche“ gedacht und gemacht wird. Ein Beispiel das „fliegende Auto“, das schon jetzt funktioniert und auch von Laien innerhalb kurzer Zeit gesteuert werden könnte, so Kleber. Er ging ein auf Chancen und Risiken, die jede Vorstellungskraft übersteigen und die in völlig neue Bereiche auch außerhalb der klassischen IT-Technik eindringen. Dazu zählen beispielsweise bahnbrechende Erfindungen in der Gentechnik oder in der Hirnforschung durch neue Formen der künstlichen Intelligenz.

Claus Kleber erzählte von fliegenden Autos und künstlicher Intelligenz.
© Uwe Anspach/DKFZ

Freude bei Josef Puchta und Claus Kleber über das große Lob der internationalen Gutachterkommission: Outstanding!
© Uwe Anspach/DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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