Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsam für ein Leben ohne Krebs

Nr. 48c | 26.09.2017 | von Koh

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Princess Margaret Cancer Centre in Toronto, Kanada, kündigen ihre zukünftige Zusammenarbeit an. Beide Partner haben das Ziel, gemeinsam schneller Ergebnisse zu erzielen, die die Patientenversorgung und die Therapieerfolge verbessern.

Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung: Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ; Prof. Dr. Josef Puchta, Administrativer Vorstand des DKFZ; Dr. Peter Pisters, Präsident und Chief Executive Officer des University Health Network, Toronto; Dr. Mary Gospodarowicz, Ärztliche Leiterin des Princess Margaret Cancer Centre
© Princess Margaret Cancer Centre

Zwei weltweit führende Krebsforschungszentren haben am 25. September ihre Absicht zu kooperieren verkündet. Das Ziel ist, Forschungs- und Ausbildungsprogramme auf internationale höchstem Niveau zum Wohle von Patienten gemeinsam voranzutreiben. Beide Partner verbindet eine gemeinsame Vision: ein Leben ohne Krebs.

Die beiden Partner, das Princess Margaret Cancer Centre im University Health Network in Toronto und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, unterzeichneten in Toronto eine Absichtserklärung, die den Rahmen für ihre künftige Kooperation festschreibt.

Gemäß der Erklärung wollen die Partner künftig Best-Practice-Informationen in der Grundlagen-, Translations- und klinischen Forschung austauschen, Innovation in Krebsforschungsprogrammen unterstützen und ein gemeinsames Programm für Kliniker und Wissenschaftler in der Medizin aufbauen. Außerdem sollen Austauschaufenthalte von Fakultätsmitgliedern, Studenten und Trainees gefördert werden.

Als Unterzeichnende für das Princess Margaret Krankenhaus sagte dessen Ärztliche Leiterin, Dr. Mary Gospodarowicz: „Krebs ist ein wachsendes Gesundheitsproblem auf der ganzen Welt. Um künftig die besten Ergebnisse zu erzielen und um schneller voranzukommen, müssen wir konzertierte Kooperationen eingehen. Die Partnerschaft zwischen dem DKFZ und dem Princess Margaret Cancer Centre wird eine internationale Plattform für die Entwicklung neuer Ideen und für den Informationsaustausch bieten. Damit schaffen wir neue Möglichkeiten in Forschung und Ausbildung, um bessere Behandlungserfolge für Patienten zu erzielen und eines Tages die Krankheit Krebs zu besiegen."

Im Namen des DKFZ unterzeichneten Prof. Dr. Michael Baumann, der Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftliche Vorstand, sowie Prof. Dr. Josef Puchta, der Kaufmännische Vorstand. Baumann sagte: „Die international führenden Forschungszentren DKFZ und Princess Margaret Cancer Centre haben viele Gemeinsamkeiten, die diese Partnerschaft zu einer naheliegenden Wahl für den Aufbau einer transatlantischen patientenorientierten Forschungsplattform machen. Mit gemeinsamen bilateralen Forschungsprojekten und einem neuen internationalen Programm für Kliniker und Wissenschaftler wird diese Kooperation ein starker Motor für innovative Krebsforschung sein."

Prof. Dr. Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zu deren Mitgliedern auch das DKFZ gehört, hob hervor, dass beide Institutionen Spitzenforschung betreiben, die erheblich zur Lösung der großen Herausforderungen der Krankheit Krebs beitragen. „Um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen, müssen wir die besten jungen Talente fördern", so Wiestler. „Mit der neuen Partnerschaft unserer Kollegen in Heidelberg und Toronto können wir ein bahnbrechendes binationales Modell für die Ausbildung der nächsten Generation brillanter klinischer und forschender Mediziner entwickeln. Wir schaffen damit eine starke Basis für Kooperationsprojekte in der personalisierten Onkologie."

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Über das Princess Margaret Cancer Centre im University Health Network

Das Princess Margaret Cancer Centre hat sich einen Ruf als international führendes Spitzenzentrum im Kampf gegen den Krebs und in der personalisierten Krebsmedizin aufgebaut. Das Princess Margaret Cancer Center, eines der fünf besten internationalen Krebsforschungszentren, ist ein Mitglied des University Health Network, dem auch das Toronto General Hospital, Toronto Western Hospital, Toronto Rehabilitation Institute und das Michener Institute for Education, alle Teil der Universität von Toronto, angehören. Weitere Informationen unter www.theprincessmargaret.ca bzw. www.uhn.ca.

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