GENICA-Studie: Molekular-epidemiologische Studie zur Ätiologie des sporadischen Brustkrebses

GENICA

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In diesem Projekt sollen genetische Faktoren und Umweltfaktoren, die das Risiko einer Frau, an sporadischem Brustkrebs zu erkranken, beeinflussen sowie Faktoren, die das individuelle Ansprechen, Nicht-Ansprechen und die Toxizität einer Behandlung mit Chemotherapeutika vorhersagen, identifiziert werden.

Auf der klinischen Grundlage einer Fall-Kontroll- und prospektiven Therapiestudie untersuchen wir durch Genotyp/Phänotyp-Korrelationen bei gesunden Frauen und Brustkrebspatientinnen sowie durch Expressionsstudien an Brusttumoren die Bedeutung einer Reihe von potentiell relevanten polymorphen Enzymen, die bei der Östrogenbiosynthese, dem Östrogen-, Fremdstoff- und Sauerstoffmetabolismus und der DNA-Reparatur eine Rolle spielen, aber auch Rezeptoren, Tumorsuppressoren, Signaltransduktoren, Transportermoleküle und Wachstumsfaktoren. Von den Patientinnen wurden die klinischen und histo-pathologischen Daten und zusätzlich von allen Studienteilnehmerinnen potentielle Risikofaktoren wie z.B. Ernährungs- und Lebenstilfaktoren, Schwangerschaften, Hormoneinnahmen und Arbeitsplatzrisiken durch Befragung anhand eines standardisierten Fragebogens erfasst. Die epidemiologischen, molekularbiologischen, immunhistochemischen und klinischen Daten werden in univariaten und multivariaten Analysen auf ihre Aussagefähigkeit bezüglich eines Brustkrebsrisikos und/oder der Tumoransprechbarkeit auf eine Therapie ausgewertet. Die Abschätzung der Risiken äußerer Einflüsse sowie die Abhängigkeit von den genetischen Polymorphismen soll einen Beitrag für die Entwicklung von wirksamen Ansätzen zur Prävention dieser Krankheit und zur Therapieprädiktion leisten.

Im Rahmen dieser Studie wurden zahlreiche Genvarianten identifiziert, die sich auf das Brustkrebsrisiko auswirken. So war zum Beispiel eine Variante im CYP2C19-Gen mit einem erniedrigten Brustkrebsrisiko assoziiert (Justenhoven et al., 2008), wohingegen eine Variante im CHEK2-Gen keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko hatte (Rashid et al., 2005).

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