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Arbeitsgruppe Kryokonservierung

Prof. Dr. Johannes Schenkel

Mausembryo
Mausembryo, wenige Tage nachdem die befruchtete Eizelle begonnen hat, sich zu teilen | © dkfz.de

Um in der biomedizinischen Forschung aussagekräftige Daten zu erhalten, sind Experimente an Modellorganismen unverzichtbar. Mäuse sind die wichtigsten Versuchstiere in der Krebsforschung. Eine besonders entscheidende Rolle spielen transgene Mauslinien - Tiere, die eine oder mehrere definierte Mutationen in ihrem Erbgut tragen und stabil weitervererben können. Solche transgenen Linien lassen sich nur mit sehr großem Aufwand generieren und charakterisieren. Ihrem hohen wissenschaftlichen Wert entsprechend müssen sie vor Verlust geschützt werden, etwa durch permanente Weiterzucht. Um die Linien zu erhalten, gleichzeitig aber die Erhaltungszucht von jährlich etwa 40.000 Versuchstieren zu vermeiden, wurde eine Embryobank mit kryokonservierten (eingefrorenen) Mausembryonen angelegt. So ist es möglich, die transgenen Mauslinien ständig verfügbar zu halten und den Bedarf an Versuchstieren drastisch zu verringern. Parallel hierzu werden auch Spermatozoen männlicher transgener Tiere kryokonserviert. Bisher wurden etwa 190 mutante Mauslinien gesichert. Die Kryokonservierung leistet so auch einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz.

Letzte Aktualisierung: 22.10.2012 Seitenanfang