Kryokonservierung von Spermatozoen

Abb 3

Kryokonservierung von Spermatozoen (aus: Schenkel, Transgene Tiere 2. Auflage 2006, ISBN-10 3-540-28267-X, mit freundlicher Genehmigung des Springer-Verlags, Heidelberg)
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Spermatozoen werden aus dem Vas deferens und der Epididymis des Spendertiers entnommen, meistens erhält man Material für 10 bis 15 parallele Probenröhrchen. 7 bis 10 Spendertiere sind für eine Linie meistens ausreichend. Die Spermien lassen sich mit relativ geringem Aufwand in Stickstoffdampf einfrieren und werden dann in LN2 zeitlich unbegrenzt gelagert. Hier gibt es kaum Mengenprobleme.

Abb 4

Ausbeuten der in vitro-Fertilisation bei verschiedenen genetischen Hintergründen in der Maus mit frisch präpariertem bzw. kryokonserviertem und wieder aufgetautem Sperma (nach Dr. Carlisle Landel, The Jackson Laboratory)
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Nach dem Auftauen ist eine (sehr aufwändige) in vitro-Fertlisation (IVF) erforderlich. Deren Erfolgsquote schwankt in Abhängigkeit des genetischen Hintergrundes und möglicherweise des Transgens erheblich. Mit der von uns in modifizierter Art angewendeten „neuen Jackson-Methode“ lassen sich auch Spermatozoen vieler der bisher schwer kryokonservierbaren Linien zufriedenstellend einfrieren. Nach der IVF erhält man nach Übernachtkultur Zweizeller, die in scheinträchtige Ammen zum Austragen transferiert oder kryokonserviert werden. Bei erfolgloser IVF gibt es verschiedene Alternativen. Diese Techniken sind allerdings sehr komplex und zumindest derzeit nicht als Routine anwendbar.
Nach dem gängigen Stand der Technik wird eine Kryokonservierung als erfolgreich bezeichnet, wenn nach einer IVF zumindest zweizellige Embryonen, möglichst nach einem Embryotransfer die entsprechenden Tiere erhalten werden. Tiersparende Techniken werden derzeit etabliert und validiert.

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