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Datenmaterial

Kartographische Darstellungen


Die Sterblichkeits- und Bevölkerungsdaten für die kartograpischen Darstellungen wurden von den Statistischen Landesämtern der 16 Bundesländer im Rahmen einer Sonderaufbereitung in die für den vorliegenden Zweck erforderliche Form gebracht und dem Deutschen Krebsforschungszentrum zur Verfügung gestellt. Die Mortalitätsdaten stammen aus der amtlichen Todesursachenstatistik und die Bevölkerungsdaten aus der Bevölkerungsfortschreibung der Volkszählungen. Auf beide Datenquellen wird unten in einem gesonderten Abschnitt genauer eingegangen.

Die Daten liegen in zusammengefaßter Form für die beiden Berichtsperioden 1981 - 1985 und 1986 - 1990 für die verschiedenen Krebsarten aufgeschlüsselt gemäß der dreistelligen Neunten Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und Todesursachen (ICD-9), den beiden Geschlechtern sowie Fünfjahres-Altersgruppen für die in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städte wohnhafte Bevölkerung vor.

Die 328 Regionen der alten Bundesrepublik sind weitgehend identisch mit denjenigen aus dem ersten Krebsatlas für die Jahre 1976 bis 1980 (Becker et al. 1984). Für den östlichen Teil Deutschlands wurden die Mortalitätsdaten der ehemaligen DDR verwendet, die nach der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 von den neu entstandenen Statistischen Landesämtern der fünf neuen Bundesländer auf die nach dem Jahr 1990 eingeführte und nunmehr gültige Regionalgliederung umgerechnet wurden. Diese Kreisgliederung stimmt daher nicht mit derjenigen überein, die im Atlas der Krebsinzidenz der ehemaligen DDR verwendet wurde (Möhner et al. 1994). Der genaue Gebietsstand einschließlich der Bezeichnungen für die 544 Landkreise und kreisfreien Städte ist auf einer Karte zu sehen, die sich ausklappbar am Ende des Buches befindet.

Obwohl es sich bei den Mortalitätsdaten um Summendaten handelt, die keinerlei Personenbezug mehr enthalten, wurden von einigen Statistischen Landesämtern aus Datenschutzgründen Datenlöschungen vorgenommen, wenn in bestimmten Regionen und in bestimmten Altersgruppen nur ein einziger Todesfall aufgetreten ist, da für solche Situationen die Gefahr einer Reidentifizierung von Einzelfällen gesehen wurde. Die dadurch entstehenden Datenlücken spielen bei den hier vorgelegten Auswertungen praktisch keine Rolle, führen jedoch dazu, daß kleine Abweichungen der in den Tabellen angegebenen absoluten Fallzahlen von den in den amtlichen Veröffentlichungen genannten Werten auftreten können.

Verlaufskurven


Die Daten für die graphischen Darstellungen bzw. Tabellen für die säkularen Entwicklungen und altersabhängigen Häufigkeiten der Sterblichkeit an den jeweiligen Krebsarten wurden zum überwiegenden Teil von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung gestellt. Bezüglich der alten Bundesrepublik handelt es sich um die Jahrgänge 1952 - 1990, und bezüglich der ehemaligen DDR um die Jahrgänge 1973 - 1977 sowie 1979 - 1990; für das Jahr 1978 liegen aus unbekannten Gründen weder bei der WHO noch bei den statistischen Ämtern Daten vor.

Die in den von der WHO bereitgestellten Daten fehlenden Sterblichkeitsdaten der ehemaligen DDR der Jahrgänge vor 1973 konnten für die häufigeren Krebslokalisationen vom Robert-Koch-Institut zurück bis zum Jahr 1961 ergänzt werden.

Seit dem Jahr 1991 werden die Daten sowohl für Gesamtdeutschland als auch für die Gebiete der beiden ehemaligen Teilstaaten getrennt direkt vom Statistischen Bundesamt der Bundesrepublik Deutschland für wissenschaftliche Zwecke bereitgestellt.

Grundlage all dieser Daten ist ebenfalls die amtliche Todesursachenstatistik. Ihre Übermittlung durch die WHO bedeutet jedoch, daß sie lediglich in der dort üblichen komprimierten Form vorliegen. Dabei sind die 7. und 8. Revision der ICD nach dem A-Schlüssel und die 9. Revision nach dem etwas ausführlicheren B-Schlüssel kodiert. Zu Krebslokalisationen, die in dieser Verschlüsselung nicht einzeln berücksichtigt sind, liegen daher die Daten für die entsprechenden Jahre nicht vor. Für einzelne Lokalisationen sind allerdings z.T. über die A- und B-Schlüssel hinaus zusätzliche, nach dem dreistelligen ICD-Schlüssel kodierte Daten verfügbar, jedoch nicht immer für den gesamten ansonsten betrachteten Zeitraum. Diese wurden dann jeweils für die vorliegenden Auswertungen ebenfalls berücksichtigt. Die seit dem Jahr 1991 vom Statistischen Bundesamt bereitgestellten Daten sind dreistellig nach ICD 9 verschlüsselt.

Letzte Aktualisierung: 06.11.2007 Seitenanfang