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Primäre Prävention


Das Potential zur Vermeidung von Krankheit und vorzeitigem Tod an Krebs durch Zigarettenkonsum ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wendet man die in den einzelnen Kapiteln angegebenen Prozentsätze, zu denen die Sterblichkeit an der jeweiligen Krebsart dem Zigarettenrauchen zuzuschreiben ist, auf die Anzahl der in Deutschland jeweils jährlich auftretenden Todesfälle an, dann ergibt sich eine Gesamtzahl von etwa 36 000 - 46 000 (d.h. 17 - 22 %) allein dem Rauchen zuzuschreibenden und damit vermeidbaren Krebstodesfällen pro Jahr (siehe nebenstehende Tabelle). Das bedeutet, daß von den etwa 210 000 in Deutschland alljährlich an Krebs versterbenden Personen bis zu 36 000 - 46 000 durch Aufgabe des Rauchens vermeidbar gewesen wären bzw. zukünftig vermieden werden können.


Tabelle: Durch Aufgabe des Rauchens vermeidbare Krebstodesfälle in Deutschland im Jahr 1995

Durch Aufgabe des Rauchens vermeidbare Krebstodesfälle in Deutschland im Jahr 1995

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Auch auf dem Gebiet der Ernährung weiß man, daß bestimmte Änderungen der Gewohnheiten in einem erheblichen Maße zur Prävention von Krebs beitragen können. Auch wenn quantitative Angaben zur Situation in Deutschland zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Atlas noch nicht vorliegen, sollte bedacht werden, daß selbst eine mäßige Senkung des ernährungsbedingten Risikos, beispielsweise um realistische 5 - 10 %, mittelfristig zu einer Vermeidung von 10.000 - 20.000 Krebstodesfällen im Jahr führen würde.

Die Bemühungen zur Vermeidung von Expositionen gegenüber Karzinogenen am Arbeitsplatz müssen fortgeführt werden. Dabei erscheint es sinnvoll, nach den vielerorts bereits in den 60er und 70er Jahren eingeführten Schutzmaßnahmen auch deren Wirksamkeit im Hinblick auf die tatsächlich erfolgte Senkung der berufsbedingten Krebssterblichkeit zu überprüfen.

Die Maßnahmen zur Senkung der Schadstoffbelastung der Außenluft müssen fortgeführt werden. Dabei kommt dem Bereich der Verkehrsemissionen eine besondere Bedeutung zu. Das Gefährdungspotential durch Dieselruß muß aufgeklärt werden, und es müssen ggf. Änderungen in den geplanten Emissionsrichtlinien vorgenommen werden.

Die Einführung von Schutzimpfungen im Hinblick auf viral bedingte bösartige Neubildungen (Papillomviren / Gebärmutterhalskrebs, Hepatitisviren / Leberkrebs) sollte geprüft werden.

Letzte Aktualisierung: 06.11.2007 Seitenanfang