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WHO-Kollaborationszentrum für Bildgebung und Strahlentherapie

Inhaltsübersicht

Als designiertes WHO-Kollaborationszentrum für Bildgebung und Strahlentherapie ist der Forschungsschwerpunkt „Radiologische Diagnostik und Therapie“ des Deutschen Krebsforschungszentrums in ein Netz internationaler Kooperationspartner eingebunden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das WHO-Zentrum für Bildgebung und Strahlentherapie mit den folgenden Aufgaben beauftragt:

  • Sammeln und Austauschen von Informationen über nuklearmedizinische Entwicklungen
  • Analyse der Leistungsfähigkeit neuer nuklearmedizinischer Techniken, z.B. Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Kernspinresonanz-Tomografie
  • Vergleich der diagnostischen Bedeutung nuklearmedizinischer Verfahren im Vergleich zu neuen Diagnosemethoden wie z.B. Ultraschall, Computertomografie (CT) und Magnetresonanz (MR)
  • Bestimmung von Gebieten in der Diagnostik und Strahlentherapie, in denen nicht-ionisierende Verfahren nuklearmedizinische ersetzen können
  • Ausarbeitung von diagnostischen Abläufen, besonders für Krankheiten, die in Entwicklungsländern häufig sind
  • Untersuchung des diagnostischen Werts von nicht abbildenden Informationssystemen, die auf Radionukliden basieren, für Diagnostik und Bestrahlungsplanung; Vergleich mit anderen diagnostischen Verfahren
  • Vermittlung von Techniken zum Umgang mit Radioisotopen
  • Unterrichtung von Personal in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Einrichtungen über den korrekten medizinischen Einsatz von Radionukliden und die dazu notwendigen technischen Einrichtungen
  • Empfehlungen zu Dosierung und Qualitätskontrolle von Radiopharmazeutika
  • Aufstellen von Richtlinien über Aus- und Weiterbildung von Krankenhauspersonal, einschließlich Strahlenschutzunterrichtung
  • Weitergabe und Austausch von Informationen über die Anwendung von Radioisotopen in der Krebsdiagnostik und –therapie
  • Herstellung und medizinische Anwendung kurzlebiger Radioisotope

Was ist Nuklearmedizin?

Nuklearmedizin umfasst die Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Arzneimitteln (Radiopharmaka). Dabei kommen radioaktive Teilchen (Radioisotope, auch Radionuklide genannt) zum Einsatz, die eine sehr kurze Halbwertszeit haben und binnen Stunden oder Tagen zerfallen. Bei ihrem Zerfall senden die Teilchen u.a. Gammastrahlen aus, die sich mit speziellen Apparaturen (Gammakameras) nachweisen und für die Diagnostik nutzen lassen. Meist wird das Radioisotop an ein spezifisches Molekül gekoppelt, das bevorzugt von einem bestimmten Zelltyp aufgenommen wird. So gelangen die verabreichten Radioisotope über die Blutbahn, den Verdauungstrakt oder auch über die Atemluft gezielt in die Organe oder Gewebe, die untersucht werden sollen und reichern sich dort an. Ein Beispiel ist die in der Krebsdiagnostik verwendete Positronen-Emissions-Tomografie (PET): Dabei macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass Krebszellen einen höheren Bedarf an Traubenzucker (Glukose) haben als gesunde Zellen. An Traubenzuckermoleküle gekoppelt, reichert sich das dabei meistens verwendete Radioisotop Fluor-18 in Krebszellen vermehrt an und verrät Tumoren im Gewebe.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Dr. Wolfhard Semmler
Deutsches Krebsforschungszentrum
Abteilung Medizinische Physik in der Radiologie
Tel. 06221-42-2550
Fax: -2613

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Letzte Aktualisierung: 14.05.2007 Seitenanfang