Helmholtz-INSERM Gruppe TGF-beta and Immuno-evasion

Dr. Julien C. Marie

Bild eines Knochen-Gelenks, das die massive Einwanderung von Lymphozyten in Abwesenheit einer TGF- β Kontrolle darstellt. (H & E-Färbung X 80)
© dkfz.de

Das Immunsystem muss gegenüber körpereigenen Zellen tolerant sein, sonst entstehen Autoimmunerkrankungen. Gleichzeitig sollte es aber dazu in der Lage sein, körpereigene Zellen, die schädlich für den Organismus sind, wie Tumorzellen, zu erkennen und zu eliminieren. Die Hauptakteure dieser Toleranz müssen überall im Körper vorhanden sein, insbesondere an immunprivilegierten Stellen, und sind vermutlich hochkonserviert zwischen Säugetieren. Der Transformierende Wachstumsfaktor Beta (TGF beta) ist der einzige Faktor, der all diesen Kriterien entspricht. Fehlt TGF beta, führt dies zu einer massiven Autoimmunität, die alle Organe betrifft. Interessanterweise produziert das sogenannte Tumormikro-Milieu, die unmittelbare Umgebung eines Tumors, TGF beta in hohen Konzentrationen und trägt zum Tumorwachstum bei. Wir haben entdeckt, dass die Zielzellen der Effekte von TGF beta die T-Lymphozyten sind, und dass TGF beta ihre Aktivierung gegen körpereigene Zellen unterdrückt. Anhand geeigneter Modelle konnten wir nachweisen, dass TGF beta das proinflammatorische und zytotoxische Programm von CD4 und CD8 T-Zellen kontrolliert, die Dauer der T-Zell-Antwort und die frühe Antwort von Gedächtniszellen.
Das Marie-Labor ist eines von zwei Helmholtz-Inserm-Laboren. Es befindet sich in Lyon, Frankreich (4 Stunden von Heidelberg entfernt) und ist vollwertiges Mitglied des Tumorimmunologie Forschungsprogramms des DKFZ.

Unsere Gruppe untersucht nun die zellulären und molekularen Mechanismen, durch die TGF-β die Immuntoleranz und ihre Bedeutung in Bezug auf Tumorwachstum steuert. Die physiologischen Ansätze beinhalten eine sorgfältige Analyse der inkriminierten Lymphozytenuntergruppen, mit Hilfe von Gewinn- und Verlustmodellen der TGF-β Signalwege durch transgene Modelle. Unsere Gruppe entwickelt wegweisende Modelle, um die Rolle des TGF-β hinsichtlich Immuntoleranz zu verstehen und sollte mehrere Mechanismen für Autoimmunität und Tumorentwicklung vorschlagen.

Kontakt

Dr. Julien C. Marie
TGF-beta and Immuno-evasion ()

Cancer Research Center of Lyon C R C L
Dpt of Immunology, Virology and Inflammation
C R C L
Bat. Cheney A
28 rue Laennec
69 373 Lyon cedex 08
FRANCE

Tel: + 33 4 26 55 67 48/25
E-Mail: j.marie@dkfz.de

Ausgewählte Publikationen

  • McCarron MJ,and Marie JC.(2014) TGF-β prevents T follicular helper cell accumulation and B cell autoreactivity. J Clin Invest.124(10):4375-86.
  • Soudja SM, Ruiz AL, Marie JC, & Lauvau G (2012). Inflammatory monocytes activate memory CD8(+) T and innate NK Lymphocytes independent of cognate antigen during microbial pathogen Invasion. Immunity, 37, 549-562
  • Ruiz AL, Soudja SM, Deceneux C, Lauvau G, and Marie JC. (2014) NK1.1+ CD8+ T cells escape TGF-β control and contribute to early microbial pathogen response. Nature Com. 6;5:5150.
  • Doisne JM, Bartholin L, Yan KP, Garcia CN, Duarte N, Le Luduec JB, Vincent D, Cyprian F, Horvat B, Martel S, Rimokh R, Losson R, Benlagha K, & Marie JC (2009). iNKT cell development is orchestrated by different branches of TGF-beta signaling.J. Exp. Med. 8,206, (6) 1365-1378
nach oben