Abteilung Translationale Onkologie
Prof. Dr. Christof von Kalle

Die Zielsetzung der Abteilung Translationale Onkologie besteht darin, durch rasche Umsetzung neuester Forschungsergebnisse in klinische Studien den Fortschritt klinischer Krebstherapie im Sinne des Patienten zu beschleunigen. Sie widmet sich intensiv der Entwicklung und Förderung selbstinitiierter Studien (Investigator Initiated Trials) zur Umsetzung neuester Erkenntnisse der onkologischen Grundlagenforschung aus DKFZ und Universitätsklinikum. Vielversprechende Neuentwicklungen der pharmazeutischen Industrie sollen in Industriepartnerschaften ebenfalls erprobt werden. Die klinische Forschungsaktivität wird durch eine NCT Heidelberg eigene Patienten- und Studienzentrale organisatorisch, regulatorisch und operativ unterstützt.
Anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur Krebsentstehung und Therapie gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Abteilung. Schwerpunkte liegen hierbei in der Charakterisierung der Funktion und genetischen Modifikation von Stammzellen sowie ihrer Bedeutung für die Entstehung und Behandlung von Krebserkrankungen. Besonderes Interesse gilt hier der Struktur des Stammzellkompartments, insbesondere der Funktion unterschiedlicher Blutstammzellklassen nach Transplantation auch als Modellsystem maligner Stammzellstruktur bei Krebserkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt wissenschaftlicher Arbeit liegt in der Entwicklung und Erprobung innovativer Strategien zur Gentherapie von Krebserkrankungen und schweren Erbkrankheiten. Wir konnten Regionen bevorzugter Integration von Gentherapievektoren im Zielzellgenom identifizieren und aufklären, wie es hierbei zu Nebenwirkungen genetischer Ursache kommen kann. Die Abteilung unterstützt in einer Vielzahl von Kooperationen die Durchführung von Gentherapiestudien der weltweit führenden Arbeitsgruppen durch hochsensitive molekulare Insertionsstellenanalytik. Neue Methoden zur Vermeidung dieser Insertionsmutagenese werden erprobt.