Die Bürgerinnen und Bürger von Bayern haben ein Zeichen für den Gesundheitsschutz gesetzt: 61 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten beim Volksentscheid in Bayern zum Nichtraucherschutz für ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomie. Dies ist einzigartig in der Europäischen Union. Die Wahlberechtigten Bayerns bezogen eindeutig Position für einen umfassenden und ausnahmslosen Nichtraucherschutz. Dieses Ergebnis bestätigt eine Entwicklung, die vonseiten des DKFZs seit Jahren durch Bevölkerungsbefragungen festgestellt wurde: Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich eine rauchfreie Gastronomie.
Das DKFZ begrüßt das Ergebnis dieses Volksentscheids und hofft, dass die anderen Bundesländer und die Bundesregierung diese Entscheidung zum Vorbild nehmen und bundesweit einen konsequenten Nichtraucherschutz in der Gastronomie einführen werden. „Nur eine vollständig rauchfreie Gastronomie schützt Mitarbeiter und Gäste wirkungsvoll vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens“, erklärt Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Rauchverbote sind eine Chance, keine Einschränkung – so sehen das auch viele Raucher, wie der neue Report des Deutschen Krebsforschungszentrums „Nichtraucherschutz wirkt – eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen“ zeigt. Die in den letzten Jahren in Deutschland eingeführten Nichtraucherschutzgesetze haben die Luftqualität in öffentlichen Einrichtungen und vor allem in der Gastronomie deutlich verbessert. Daher finden die Gesetze in der Bevölkerung eine breite Zustimmung.
Nichtraucherschutz wirkt - eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen Download PDF (2411 kb)
Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2010: Steigende Zustimmung bei Rauchern Download PDF (327 kb)
Pressemitteilung Download PDF (34 kb)
Press release Download PDF (34 kb)
Der neue Report des DKFZ macht deutlich, welche gesundheitlichen Schäden Kinder und Jugendliche erleiden können, wenn ihre Eltern Zuhause rauchen. Mehr als 1,7 Millionen Kinder müssen in Deutschland jeden Tag Zuhause Tabakrauch einatmen. Passivrauchende Kinder leiden häufiger an Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen und Asthma.
Schutz der Familie vor Tabakrauch Download PDF (3639 kb)
Pressemitteilung Download PDF (44 kb)