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Abteilung Radiopharmazeutische Chemie

Prof. Dr. Michael Eisenhut

Zwei unterschiedliche Radiopharmaka, [18F]FDG und [18F]FLT, die beispielhaft die molekulare Bildgebung eines Patienten mit einem Oropharynx CA charakterisieren. Beachtenswert sind die Unterschiede in den physiologischen Anreichungen des Gehirns (FDG) und des Knochenmarks (FLT).
Vergrößerte Ansicht Zwei unterschiedliche Radiopharmaka, [18F]FDG und [18F]FLT, die beispielhaft die molekulare Bildgebung eines Patienten mit einem Oropharynx CA charakterisieren. Beachtenswert sind die Unterschiede in den physiologischen Anreichungen des Gehirns (FDG) und des Knochenmarks (FLT).

Das Programm der Abteilung Radiopharmazeutische Chemie ist auf die Entwicklung neuer Pharmaka ausgerichtet, die für die molekulare Bildgebung eingesetzt werden können. Daraus lassen sich tumorselektive Wirkstoffe entwickeln, die neben diagnostischen Anwendungen und auch für die Therapie von Krebserkrankungen geeignet sind. Derartige Trägermoleküle werden mit Radioisotopen markiert, die zu einer zielgerichteten Aufnahme in Tumorzellen führen und so als Sonden für bildgebende Verfahren der Nuklearmedizin dienen. Die wichtigsten Methoden zur Bildgebung mit Radiopharmaka sind die Positron-Emission-Tomography (PET) und die „Single Photon Emission Computerized Tomography“ (SPECT). Radiopharmaka liefern Informationen über Lokalisation und Morphologie von Tumoren und Funktion von verschiedenen Körperorganen, über deren pathologische Veränderungen, über deren Durchblutung, über die Verteilung, Verfügbarkeit und Effekte von Wirkstoffen, sowie über die Kontrolle von Therapieverläufen. Einige der diagnostisch verwendeten Radiopharmaka werden in der Nuklearmedizin auch erfolgreich für die interne Radiotherapie eingesetzt. In Ergänzung zu den eigenen Forschungsaktivitäten werden Radiopharmaka hergestellt, die der Klinischen Kooperationseinheit Nuklearmedizin (E060) für die Patientenversorgung dienen. Dazu werden GMP-konforme Herstellungsverfahren und Dokumente für behördliche Genehmigungen erstellt.

Entwicklung neuer Radiopharmaka:
Harnstoffverbrückte PSMA-Inhibitoren für die Prostata-CA Diagnostik und Therapie.
Radiopharmaka für therapiebegleitende Apoptose/Nekrose-Bildgebung.

Radiopharmazie:
Erweiterung der GMP-konformen Herstellung in Reinräumen.

Ausgewählte Publikationen

Kubas H, Schäfer M, Bauder-Wüst U, Eder M, Oltmanns D, Haberkorn U, Mier W, Eisenhut M. Multivalent Cyclic RGD-Ligands: Influence of Linker Lengths on Receptor Binding. Nuclear Medicine and Biology 37 (2010) 885–891

Eder M, Krivoshein AV, Backer M, Backer JM, Haberkorn U, Eisenhut M. ScVEGF-PEG-HBED-CC and scVEGF-PEG-NOTA conjugates: comparison of easy-to-label recombinant proteins for [68Ga]PET imaging of VEGF receptors in angiogenic vasculature. Nucl Med Biol. 2010 37 405-12.

Eder M, Knackmuss S, Le Gall F, Reusch U, Rybin V, Little M, Haberkorn U, Mier W, Eisenhut M. 68Ga-labelled recombinant antibody variants for immuno-PET imaging of solid tumours. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2010 37, 1397-1407.

Oltmanns D, Eisenhut M, Mier W, Haberkorn U. Benzamides as melanotropic carriers for radioisotopes, metals, cytotoxic agents and as enzyme inhibitors. Curr Med Chem. 2009;16(17):2086-94.

Letzte Aktualisierung: 21.11.2011 Seitenanfang