Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tumorstammzellen: Die Wurzel allen Übels?

Fortsetzung der Vortragsreihe „Krebsforschung aktuell“ am Deutschen Krebsforschungszentrum

Nr. 20a | 12.05.2014 | von Ter/Sel

Anlässlich des 50-jährigen DKFZ-Jubiläums lädt das Zentrum zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein. Unter dem Motto „Krebsforschung aktuell“ berichten Wissenschaftler aus dem Haus für jedermann verständlich über die neusten Erkenntnissen der Krebsforschung. Professor Andreas Trumpp erklärt am 16. Mai, welche Rolle Krebsstammzellen bei der Entstehung von Krebs spielen und warum sie auch die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass eine Krebserkrankung nach scheinbar erfolgreicher Behandlung zurückkehrt. Im Anschluss gibt es einen Imbiss. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

© dkfz.de

Krebsstammzellen entstehen durch genetische Veränderungen in Gewebestammzellen oder deren Tochterzellen. Im Vergleich zur Mehrheit der Krebszellen sind sie widerstandsfähiger und können selbst nach langen Ruhephasen immer neue Krebszellen produzieren. Krebsstammzellen lösen sich vom Haupttumor, können in Blut und Lymphflüssigkeit des Körpers zirkulieren und so Metastasen in anderen Organen bilden. Sie können die herkömmliche Chemo- und Strahlentherapie überstehen. Die Anzahl an Krebsstammzellen bestimmt daher maßgeblich die Rückfallquote und Schwere der Krankheit. Das Wissen und Verständnis um die Krebsstammzellen ist unmittelbar verknüpft mit einer zuverlässigen Diagnose und einer erfolgreichen Therapie.

Andreas Trumpp gibt in seinem Vortrag einen Überblick vom Ursprung bis zur Behandlung von Krebs. An Beispielen zeigt er, wo neue Krebsmedikamente ansetzen und weshalb Krebszellen den Stammzellen ähneln.

Seit 50 Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) „für ein Leben ohne Krebs.“ Dieses große Ziel kann man auf verschiedenen Wegen erreichen: Indem man verhindert, dass Krebs überhaupt entsteht. Indem man ihn rechtzeitig entdeckt und so vollständig entfernen kann. Indem man mittels einer genauen Diagnose die optimale Therapie auswählt. Und indem man Rückfälle verhindert. Auf allen Gebieten forschen die Wissenschaftler im DKFZ. Dabei haben sie entscheidende Erfolge erzielt, von denen einige schon Einzug in die Klinik gehalten haben. Die Vorträge finden statt jeweils freitags um 17:00 Uhr im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg. Interessierte sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Die Themen im Überblick:

Achtung, Termin geändert: Das Krebsgenomprojekt: Vom individuellen Krebs zur persönlichen Behandlung, 18. Juli 2014

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung, den Sie herunterladen können unter:
www.dkfz.de/de/aktuelles/download/Flyer-Vortragsreihe-Jubilaeum2014.pdf

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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