Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impfen gegen Krebs: Start der Vortragsreihe "Krebsforschung aktuell" am Deutschen Krebsforschungszentrum

Nr. 04a | 27.01.2014 | von Sel

Anlässlich des 50-jährigen DKFZ-Jubiläums lädt das Zentrum zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein. Unter dem Motto „Krebsforschung aktuell“ berichten Wissenschaftler aus dem Haus für jedermann verständlich über die neusten Entwicklungen in der Krebsforschung. Den Anfang macht Professor Lutz Gissmann am 31. Januar mit einem Vortrag über Tumorviren und die Möglichkeit, gegen Krebs zu impfen. Im Anschluss gibt es einen Imbiss. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

© dkfz.de

Viren können verschiedene Krebsarten auslösen, beispielsweise im Gebärmutterhals oder in der Leber. Gegen Humane Papillomviren oder Hepatitis-Viren steht bereits seit einigen Jahren eine Impfung zur Verfügung. Möglicherweise können auch andere infektionsbedingte Krebsarten auf diese Art und Weise beherrschbar werden. Doch weil die Mehrzahl dieser Erkrankungen in Ländern der Dritten Welt auftritt, müssen die derzeit verfügbaren Impfstoffe optimiert werden: Sie müssen ohne Kühlung haltbar sein, schon nach einer Dosis wirken und vor allem kostengünstiger werden. Professor Lutz Gissmann war maßgeblich an der Entwicklung des HPV-Impfstoffs beteiligt. In seinem Vortrag berichtet er, welche globalen Anstrengungen derzeit laufen, um diese Herausforderungen zu lösen.

Seit 50 Jahren forschen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) „für ein Leben ohne Krebs.“ Dieses große Ziel kann man auf verschiedenen Wegen erreichen: Indem man verhindert, dass Krebs überhaupt entsteht. Indem man ihn rechtzeitig entdeckt und so vollständig entfernen kann. Indem man mittels einer genauen Diagnose die optimale Therapie auswählt. Und indem man Rückfälle verhindert. Auf allen Gebieten forschen die Wissenschaftler im DKFZ. Dabei haben sie entscheidende Erfolge erzielt, von denen einige schon Einzug in die Klinik gehalten haben.

Die Vorträge finden statt an sechs Terminen jeweils freitags um 17:00 Uhr im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg. Interessierte sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Alle Themen im Überblick:

Tumorviren: Impfen gegen Krebs, 31. Januar 2014
Epigenetik und Krebs: Vom Ein- und Ausschalten der Gene, 21. Februar 2014
Zelltod und Krebs: Mit den Waffen des Immunsystems, 21. März 2014
Das Krebsgenomprojekt: Vom individuellen Krebs zur persönlichen Behandlung, 28. März 2014
Neues aus der Prävention: Kann man Krebs verhindern?, 09. Mai 2014
Tumorstammzellen: Die Wurzel allen Übels?, 16. Mai 2014

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung, den Sie herunterladen können unter:
www.dkfz.de/de/aktuelles/download/Flyer-Vortragsreihe-Jubilaeum2014.pdf

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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