Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Harald zur Hausen in die erste Akademieklasse der Mitglieder der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung gewählt

Nr. 21c | 03.04.2013 | von Sel

Die Amerikanische Gesellschaft für Krebsforschung (AACR) hat eine Akademie ihrer Mitglieder gegründet. In die erste Akademieklasse wurde als einziger deutscher Vertreter auch der Medizin-Nobelpreisträger von 2008, Professor Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, gewählt.

Prof. Harald zur Hausen
© dkfz.de

Mitglied der neuen Akademie können nur Wissenschaftler werden, die herausragende Erkenntnisse in der Krebsforschung erzielt haben. Harald zur Hausen hatte entdeckt, dass humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen. Aufbauend auf seinen Ergebnissen konnte ein Impfstoff gegen diese Krebsart entwickelt werden.

„Unser Aufsichtsrat hat die AACR Akademie gegründet, um Wissenschaftler auszuzeichnen, deren Beitrag außergewöhnlichen Einfluss auf das Gebiet der Krebsforschung ausübt. Die Mitgliedschaft in dieser Akademie soll die höchste Auszeichnung sein, die unsere Gesellschaft vergibt“, sagte die Präsidentin der AACR, Margaret Foti.

„Ich freue mich darüber, in die erste Klasse der Akademiemitglieder der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung aufgenommen worden zu sein“, sagte Harald zur Hausen. „Dort treffen führende Krebsforscher aufeinander und dies führt sicherlich zu einem interessanten Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen.“

Die erste Klasse der Akademie-Mitglieder besteht aus 106 Personen, darunter 36 Nobelpreisträgern, was symbolisch an das 106jährige Bestehen der AACR erinnern soll. Zukünftige Klassen der Akademie sollen jeweils nicht mehr als 11 Personen pro Jahr aufnehmen, entsprechend der 11 Gründungsmitglieder der AACR vor 106 Jahren. Die neuen Mitglieder sollen von den bereits aufgenommenen Fellows bestimmt werden.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

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