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Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

Übersicht Pressemitteilungen

Pressemitteilung Nr. 14

19.03.2008   (Hil/Sel)


Psychoonkologische Unterstützung finden: neue Adressdatenbank beim Krebsinformationsdienst verfügbar

Unter www.krebsinformationsdienst.de können Krebspatienten und Interessierte vom 20. März an Adressen niedergelassener Therapeuten finden, die eine zertifizierte Weiterbildung in der psychosozialen Unterstützung von Tumorkranken absolviert haben. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums hat gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. (dapo) entsprechende Angebote recherchiert. Wer keinen Internetzugang hat, kann Adressen in Deutschland am Telefon erfragen: Der KID informiert täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr unter 0800 - 420 30 40. Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos.


Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit – Krebspatienten kennen diese belastenden Gefühle. Die Mehrzahl der Betroffenen bewältigt auch ohne professionelle Hilfe die psychosozialen Herausforderungen durch die Erkrankung und die oft damit verbundene Neuorientierung. Beratung und Information können bei Bedarf wichtige Orientierungshilfe bieten: Der Krebsinformationsdienst nennt Ratsuchenden schon seit vielen Jahren das Angebot der regionalen psychosozialen Krebsberatungsstellen. Sie sind nicht nur für Patienten, sondern auch für Angehörige eine erste Anlaufstelle. Schwieriger gestaltete sich bisher die Suche nach Psychotherapeuten, die eine längerfristige ambulante Betreuung bieten und sich mit den besonderen psychosozialen Anliegen Krebskranker auskennen.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (PSO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e. V. (dapo) hat der Krebsinformationsdienst nun eine Datenbank mit Adressen von Therapeuten erstellt: Angeschrieben wurden die Absolventen der "Weiterbildung Psychosoziale Onkologie" (WPO), die ein Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten haben. Dieser Weiterbildungsgang wird gemeinsam von der PSO und der dapo getragen; Ziel ist die systematische Qualifizierung zur psychosozialen Unterstützung von Krebskranken und deren Angehörigen. Seit 1994 haben rund 850 Absolventen die “WPO” durchlaufen, darunter vorwiegend Diplom-Psychologen und Mediziner. Welche der Absolventen allerdings tatsächlich eine ambulante Therapie durchführen können, wer unter ihnen über eine Kassenzulassung verfügt und welche therapeutische Grundrichtung verfolgt wird, hat der Krebsinformationsdienst nun erstmals erfragt.

Die Adressen sind im Internet verfügbar unter www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/wpo.php. Am Telefon nennt der Krebsinformationsdienst Ansprechpartner unter 0800 – 420 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr; Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos.
Die Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. ist im Internet unter www.pso-ag.de vertreten. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. informiert unter www.dapo-ev.de. Über die ein- bis zweijährigen Weiterbildungskurse können sich Interessierte unter www.wpo-ev.de informieren.



Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Mehr als 2.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon über 1000 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.


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   Letztes Update:
02.06.2008